Verbandsliga: Melsungen verliert gegen Kassel 0:1 und überwintert wohl auf Abstiegsplatz

Rudolph: Es ist wie verhext

War nicht in den Griff zu bekommen: Kassels Torschütze Fabian Korell (vorne) gegen Melsungens Niklas Rading. Foto: Hahn

Melsungen. Nach dem neunten sieglosen Spiel in Folge ist Fußball-Verbandsligist Melsunger FV auf einem Abstiegsplatz angekommen. Auch im Heimspiel gegen den KSV Hessen Kassel II blieben die Bartenwetzer ohne eigenen Torerfolg und verloren in einem niveauarmen Kellerduell mit 0:1 (0:1).

Die Platzverhältnisse erschwerten Kombinationsfußball. Zudem fehlten dem MFV kurzfristig noch Hendrik Heinemann (Beruf), Kevin Hermansa (privat verhindert) und Alexander Raabe (Knie). So wurde Kreisoberliga-Torjäger Christian Riemenschneider von der zweiten Mannschaft in den Sturm des Verbandsligisten beordert.

Beide Teams tasteten sich lange ab, wollten nicht zu viel Risiko eingehen. Die erste Möglichkeit hatten die Hausherren nach einer Standardsituation. Eine aufs Tor geschnittene Ecke vom emsigen Marvin Haas wurde aber zur Beute von Löwen-Keeper Piotr Gorczyca (10.). Allerdings waren die Junglöwen vor allem über die Außen stets gefährlich. Jan Leinhos traf mit einem Schuss aus dem Strafraum nur den Pfosten. Doch der frühere Waberner Torjäger, Fabian Korell, zeigte sich gedankenschnell und staubte zum 0:1 ab (15.).

Wieder einmal musste die Mannschaft von Timo Rudolph und Sascha Beetz einem Rückstand hinterherlaufen. „Das Tor hat uns auf dem Platz natürlich in die Karten gespielt“, meinte Löwen-Coach Thorsten Hirdes. Denn der MFV war in der ersten Hälfte kaum imstande, mal eine Passreihe über drei, vier Stationen aufzulegen. Immer wieder versprang der Ball oder es wurde zu ungenau gespielt.

Die Gäste hatten so leichtes Spiel, zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Allerdings verzeichneten auch die Bartenwetzer noch eine starke Aktion. Gedankenschnell steckte Mario Kilian auf den startenden Tobias Frommann durch. Doch dessen Schuss knallte nur ans Lattenkreuz (35.). Ingesamt investierte der MFV aber zu wenig im ersten Spielabschnitt.

Das änderte sich nach der Pause. Die Melsunger spielten nun offensiver und kamen zu guten Möglichkeiten, die aber teils kläglich vergeben wurden. „Es ist wie verhext“, meinte Rudolph zu der wieder einmal katastrophalen Chancenverwertung. Die Gäste vergaben auf der anderen Seite auch ihre hochkarätigen Konterchancen durch Korell. So blieb der MFV lange Zeit in Reichweite eines Punktgewinns. Hoffte am Ende aber vergeblich. • Melsungen: Beetz - Germeroth, Hille, Wenderoth, Rading - Grunewald, Bajic - Haas (73. Kadir), Kilian, Frommann - Riemenschneider. Kassel: Gorczyca - Shin, Osmanoglu, Feldmann, Gülsen - Bredow, Sosa Perez, Wörner, Leinhos (76. Choi) - Korell (85. Busch), Richter (73. Ochs). Tor: 0:1 Korell (15.) SR: Bengelsdorff (Marburg) - Zuschauer: 100

Von Daniel Schneider

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