Verbandsliga: KSV Baunatal II verliert Heimspiel 0:1 und ist jetzt Tabellenletzter

Schmidt erlöst Schauenburg

Erste Gefahr: Schon nach vier Minuten prüfte der spätere Schauenburger Torschütze Jan-Philip Schmidt (17) KSV-Keeper Pascal Bielert. Jannik Everding kann nicht mehr eingreifen. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Bei diesem Derby in der Fußball-Verbandsliga ging es um weit mehr als nur das Prestige: Im Duell der Kellerkinder verlor der KSV Baunatal II 0:1 gegen die SG Schauenburg, die den Nachbarn damit in der Tabelle überholt. Das Tor des Tages schoss Schauenburgs Jan-Philip Schmidt in der 34. Minute.

Fußballerisch wurde den 250 Zuschauern am Baunsberg keine Feinkost geboten, doch dominierten beide Mannschaften je eine Hälfte, wodurch es bis zum Abpfiff spannend blieb. In Halbzeit eins trat Schauenburg sehr selbstbewusst auf und setzte die blassen Baunataler mächtig unter Druck. „Die erste Hälfte war eine absolute Arbeitsverweigerung“, urteilte sogar KSV-Trainer Feras Avakhti hart.

Die Gastgeber kamen nur durch Nico Langhans zu einer Chance, seinen Schuss aus der zweiten Reihe lenkte SG-Keeper Daniel Hischemöller jedoch zur Ecke. Die druckvoll agierenden Schauenburger erzwangen immer wieder Fehler des KSV, auch bei dem Führungstor setzte sich der stärkere Wille durch: Einen Eckball von Tim Lang verpasste SG-Kapitän Alan Scott zunächst knapp, dann blockte KSV-Torhüter Pascal Bielert zweimal auf der Linie. Schließlich war es Schmidt, der bereits den Eckstoß herausgeholt hatte und den Ball zum 1:0 im Tor versenkte (34.).

Baunatal kam mit neuem Schwung aus der Kabine: Jannik Everdings Kopfball parierte Hischemöller mit einem starken Reflex (55.) und Sekan Aktemürs Abschluss nach einem guten Sololauf landete neben dem Tor (61.). Nachdem in derselben Minute der Schauenburger Mario Huch wegen wiederholtem Foul Gelb-Rot gesehen hatte, ging es für die Schlusshalbestunde nur noch Richtung Schauenburger Tor. Die Gäste verteidigten jedoch kompakt und auch Kyung Ho Lees (65., 68.) und Cuneyt Ciftcis (84.) Schüsse sorgten für keine Gefahr.

„Wir sind lange nicht als Mannschaft aufgetreten. Am Ende stand der Gegner sehr tief, es war schwer“, analysierte Avakhti. „Die erste Hälfte hat Kraft gekostet, aber wir haben es auch in Unterzahl gut gelöst. Ein ganz wichtiger Sieg nach vielen Niederlagen“, betonte Schauenburg-Trainer Jurek Förster. Archivfoto: Schmidt/nh

Von Gregory Dauber

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