Interview mit alten Weggefährten

Michael Dawid und Murat Osmanoglu vor dem Derby CSC 03 gegen KSV II

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Scheut keinen Zweikampf: Michael Dawid (rechts) stellt den Petersberger Julian Wehner. Im Hintergrund Karim Kouay.

Kassel. Derby-Zeit in Kassel! Am zehnten Spieltag der Fußball-Verbandsliga empfängt der CSC 03 Kassel den KSV Hessen Kassel II in der Jahnkampfbahn (Samstag, 15.30 Uhr). Im Interview schildern zwei einstige Weggefährten und Urgesteine ihrer Teams – Michael Dawid (CSC) und Murat Osmanoglu (KSV II) – unter anderem, was das Derby zu einem besonderen Spiel macht.

Das erste Drittel der Saison ist fast gespielt. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?

Osmanoglu: Nach dem Umbruch, den die Mannschaft vor dieser Saison mitgemacht hat, sind wir noch ein wenig in der Findungsphase. Zum Beispiel mit Usman Mobarak, Justin Schumann und Oliver Scherer sind einige Säulen weggegangen. Das zu kompensieren, bracht Zeit. Fußballerisch haben es aber auch die neuen Jungs drauf.

Dawid: Hätte uns vor der Saison einer gesagt, dass wir als bester Aufsteiger am zehnten Spieltag auf Platz fünf stehen, dann hätte ich das nicht geglaubt. Für uns ist es bisher gut gelaufen. Das Zwischenfazit fällt positiv für uns aus.

Was ist das Ziel für die restlichen zwei Drittel der Saison?

Osmanoglu: Für uns geht es eigentlich nur um den Klassenerhalt. Natürlich wäre es schön, wenn wir noch mal an die Erfolge der letzten Saison anknüpfen könnten. Ein einstelliger Tabellenplatz ist in diesem Jahr schon das maximal Mögliche.

Dawid: Natürlich will ein Fußballer immer erfolgreich sein. Vor der Saison haben wir intern das Ziel ausgegeben, dass wir nicht absteigen wollen. Das ist nach wie vor unser Hauptaugenmerk. Mit drei Aufstiegen in Folge ist zuletzt alles nach Plan gelaufen, aber in dieser Saison geht es für den Traditionsverein auch darum, Aufbauarbeit in der Jugend zu leisten. Das ist in der Kreisliga A ein wenig verflacht.

Was fällt Ihnen zum jeweils anderen Interview-Partner ein?

Elfmeterschütze: Murat Osmanoglu verwandelt hier gegen KSV Baunatal II.

Osmanoglu: Michael ist ein super Typ, ein bisschen auch eine Kampfsau. Er ist ein unangenehmer Gegenspieler.

Dawid: Murat ist ein klasse Spieler, der immer mit dem ganzem Herzen dabei ist. Er ist einer, der für die Mannschaft einsteht und auch die weiten Wege macht. Es hat immer Spaß gemacht, mit ihm zu spielen.

Was macht das Derby so besonders?

Osmanoglu: Für mich persönlich ist es ein besonders Spiel. Vor der Saison stand im Raum, ob ich zum CSC wechsele. Ich habe mich dann aber kurzfristig dagegen entschieden. Gegen den CSC geht es auch ums Prestige.

Dawid: Gegen den KSV Hessen zu spielen, ist immer was Besonderes. Der KSV ist der Verein in Nordhessen, und wir wollen uns gut präsentieren.

Was ist die Stärke des Gegners?

Osmanoglu: Erst einmal hat der CSC mit Lothar Alexi einen super Trainer. Und dann hat der Gegner viele starke Spieler – wie zum Beispiel Gianluca Maresca, Christian Käthner und Karim Kouay.

Dawid: In der Vorbereitung auf die vergangene Saison haben wir einmal gegeneinander gespielt. Aber das ist schon zu lange her, um jetzt etwas für dieses Spiel zu sagen. Der KSV ist gespickt mit vier, fünf gestandenen Spielern. Dazu kommen dank der guten Jugendarbeit starke Talente.

Wie lautet Ihr Tipp zum Ausgang des Derbys?

Osmanoglu: Wir sind heiß und gewinnen 4:2.

Dawid: Es werden viele Tore fallen. Ich tippe auf einen 3:2-Sieg für uns.

Von Sebastian A. Reichert

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