Verbandsliga: MFV spielt sich auf Augenhöhe mit Favorit Flieden - und verliert

1:3 trotz Zwischenhoch

Zu spät: Melsungens Nick Krug (r.) muss hier Fliedens Tobias Bartel schießen lassen. Dafür behielt der MFV-Angreifer beim Handelfmeter zum 1:1 die Nerven. Foto: Hahn

Melsungen. Der Schein trog. Der Eindruck etwa, dass der Melsunger FV nach großen Anlaufschwierigkeiten die Partie doch noch in den Griff und einen starken Gegner gebändigt hätte. Hatte der heimische Fußball-Verbandsligist nämlich nicht.

Ein Doppelschlag von Andre Leibold (57., 63. FE) zum 3:1 brachte den SV Buchonia Flieden auf die Siegerstraße, wo sich der Hessenliga-Absteiger in einer überlegen geführten ersten Hälfte bereits gewähnt hatte.

„Der Foulelfmeter war der Knackpunkt. Danach haben wir alles probiert, ohne nochmal zurück kommen zu können“, beschrieb MFV-Spielmacher Grunewald die (Vor-) Entscheidung, dem ein vermeintliches Foul im Strafraum von Hendrick Schmidt an Sturmtank Schaub vorausgegangen war. Für die Gäste zwar das Signal zum Rückzug, ohne jedoch allzu klare Möglichkeiten des Gegners zuzulassen. Eine (nach einem Krug-Kopfball) vereitelte Torwart Hohmann (75.), bei einer weiteren hatte dieser das Glück des Tüchtigen, als der Ball nach einem Grunewald-Freistoß nur knapp übers Tor strich (89.).

Während sich beim Verlierer die Enttäuschung in Grenzen hielt, überwog beim Gewinner die Erleichterung. Darüber, so SV- Trainer Voll, „dass wir doch nochmal zurück gekommen sind.“ Angeknüpft hatten an die ersten 20 Minuten, als der Tabellenzweite auf der Freundschaftsinsel brillierte. Mit einem Pressing, das den Melsungern überhaupt nicht behagte und ihre Versuche eines konstruktiven Spielaufbaus im Keim erstickte. Und mit reichlich Offensivfeuer, das insbesondere Marc Götze entfachte. Doch nachdem er zweimal an Torwart Beetz gescheitert war, war es Torjäger Schaub, der nach 17 Minuten für das verdiente 0:1 sorgte. „Wir hatten wohl zuviel Respekt“, gestand Christoph Grunewald, den die Gastgeber nun aber nach und nach ablegten.

Währenddessen versuchte Mike Voll seinen Schützlingen (vergeblich) von der Außenlinie klar zu machen, dass das trotz der eigenen Überlegenheit kein Selbstläufer werden würde. Erste MFV-Chancen durch Florian Korell (23.) und Nick Krug (28.) nährten seine Befürchtungen, dazu kam Pech, als Alexander Raabe einen Bartel-Schuss an den Pfosten lenkte (31.). Endgültig vorbei mit der Fliedener Herrlichkeit war‘s nach Krugs verwandeltem Handelfmeter (35.). „Da konnten wir richtig gut mithalten“, freute sich Spielertrainer Timo Rudolph. Ein Zwischenhoch, aber auch ein „Weckruf zur rechten Zeit“ (Voll) für den Favoriten. • MFV: Beetz - Raabe, Schmidt, Wenderoth, Rading (80. Rudolph) - Grunewald, Bajic - Frommann, Krug, Heinemann (69. Germeroth) - Korell. Flieden: L Hohmann - Bartel, N. Hohmann, Leibold, Rumpeltes - Chr. Kress (85. Zeller), Kovacevic - Drews, Götze, Hack (79. Trenkler) - Schaub (69. B. Kress). SR: Bauer (Fritzlar). - Z. 200. Tore: 0:1 Schaub (17.), 1:1 Krug (35. HE), 1:2 Leibold (57.), 1:3 Leibold (63. FE).

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