Verbandsliga: MFV lässt seine Chancen liegen und verliert mit 0:3 gegen CSC 03

„Es war wie verhext“

Das gibt‘s doch gar nicht: Auch MFV-Stürmer Nick Krug verzweifelt gegen den CSC 03 an der eigenen Ladehemmung. Foto: Hahn

melsungen. Der eine traf, der andere nicht. „Es war wie verhext“, trauerte Timo Rudolph, Spielertrainer des FV Melsungen 08, den vergebenen Chancen seiner Mannschaft nach. Gegner CSC 03 Kassel machte es besser. Und gewann folgerichtig mit 3:0 (2:0) beim heimischen Fußball-Verbandsligisten, womit auch die spielerischen Vorteile des Aufsteigers ihren Ausdruck fanden.

Trotzdem hätten sich Gäste auch nach Ansicht ihres Trainers Alexi nicht beschweren dürfen, „wenn wir in der Anfangsphase mit 0:2 zurück gelegen hätten.“ Dann nämlich, wenn Tobias Frommann (von Kilian geschickt) und Mario Kilian (von Grunewald bedient) ihre hochkarätigen Möglichkeiten in der 2. und 10. Minute genutzt hätten.

Stattdessen schlug es beim ersten strukturierten CSC-Angriff im Kasten von Sascha Beetz ein, als Igor Radisavljevic per Flugkopfball nach einer Kuhn-Flanke traf (13.). Ein Schlag ins Kontor der Gastgeber, deren Angriffsschwung einer großen Verunsicherung Platz machte. Der Neuling roch den Braten und provozierte mit seinem Pressing einen Melsunger Fehlpass nach dem anderen. Übernahm dabei allerdings die Rolle des Chancentod. Allen voran Stoßstürmer Radisavljevic, der nach der Führung viermal frei vor Torwart Beetz auftauchte, dabei dreimal knapp vorbei zielte und einmal am MFV- Schlussmann scheiterte.

Der Schaden für die Kasseler hielt sich indes in Grenzen. Weil kurz darauf Christian Käthner einen Foulelfmeter zum 0:2 verwandelte (30.). Und Kilian (37.) sowie Frommann (43.) ihre Ladehemmung bestätigten. Was für die Bartenwetzer kein Grund zum Verzagen war. Nach der Pause machten sie kräftig Druck, konnte aber Alexander Bartuli erneut nicht überwinden. Nick Krug scheiterte nach einer Korell-Flanke aus kürzester Distanz sogar zweimal am CSC-Torhüter (47.). Zur tragischen Figur mutierte aber Mannschaftskamerad Frommann, der in der 57. Minute seine dritte Großchance ungenutzt ließ. Igor Radisavljevic „erlöste“ die Melsunger von ihrem Leiden mit seinem zweiten Tor (63.) und der Entscheidung.

Die die vierte Saisonniederlage des MFV zur Folge hatte. Und die Notwendigkeit nach der Nullnummer am Doppelspieltag mal wieder den Blick Richtung Abstiegszone zu lenken. Für Timo Rudolph kein Problem, schließlich habe er sich von den zwischenzeitlichen fünften Platz nicht blenden lassen. Natürlich in der Hoffnung, dass seine Stürmer ihren Job bald wieder besser machen. • MFV: Beetz - Raabe, Schmidt, Hermansa (60. Hille), Rading - Grunewald, Bajic (87. Germeroth) - Frommann, Kilian, Korell - Krug. CSC: Bartuli - Steinhauer, Frerking, Metzner, Iksal - Kuhn, Käthner - Kouay, Pape (76. Frackmann), Dawid (69. Mand) - Radisavljevic (84. Koekert). SR: Dücker (Nüsttal).

Von Ralf Ohm

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