Einige heimische Verbandsliga-Fußballer machen bittere Erfahrungen

Wenn ein 1:0 nicht reicht

Mit seinem Tor ging es bergauf: CSC-Spieler Florian Steinhauer schoss beim 4:3-Sieg den Anschlusstreffer zum 2:3. Fotos: Fischer/Hedler

Kassel. 1:0 geführt – und doch verloren. Drei der heimischen Mannschaften in der Fußball-Verbandsliga Nord machten am Wochenende genau diese bittere Erfahrung. Freuen konnte sich nur der CSC 03 Kassel. Aber die Rothosen lagen auch 0:1 zurück.

Der Blick auf einen Spieltag mit kuriosen Spielverläufen:

DIE SPÄTGESCHLAGENEN

Verlor mit dem KSV trotz Führung: Trainer Thorsten Hirdes.

Für die Junglöwen waren die Punkte neun, zehn und elf zum Greifen nah. 2:0 lag die Mannschaft von Trainer Thorsten Hirdes auf eigenem Platz gegen den Spitzenreiter SSV Sand vorn. Innerhalb von zwölf Minuten gelang es den Gästen, die Partie zu drehen. Dass sein Team den Vorsprung nicht über die Zeit brachte, bedauerte Hirdes, vermag es aber durchaus zu erklären: „Unsere jungen Leute mussten an ihre Grenzen gehen. Und die Jungs sind noch nicht so weit, um das Niveau über 90 Minuten zu halten.“ Das habe sich bei den hohen Temperaturen am Sonntag bemerkbar gemacht.

Hinzu kommt, dass die Vorbereitung nicht nach Wunsch verlief. Hirdes hatte nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Schon bei der Begegnung Ende August gegen Hünfeld hatte der KSV eine Führung verspielt: Nach 2:1 hieß es 2:3. Wobei die Kasseler das letzte Gegentor – wie am Sonntag – erst unmittelbar vor Ende kassierten.

DIE AUFHOLJÄGER

Lothar Alexi, der Coach der Rothosen, legt wie die meisten seiner Kollegen großen Wert auf eine gute Kondition. „Es gibt nichts Schlimmeres, als in der 80. Minute ein Laufduell aus physischen Gründen zu verlieren“, sagt der erfahrene Fußball-Lehrer. Zurzeit kann er mit der körperlichen Verfassung seiner Mannen zufrieden sein. Nachdem sie im August bereits in Hünfeld einen Rückstand in einen 4:3-Sieg umwandelten, vollbrachten sie dieses Kunststück nun erneut. Diesmal stand es sogar 1:3, ehe der CSC 03 durch Florian Steinhauer, Michael Dawid und Christian Käthner noch drei Treffer markierte und gegen den RSV Petersberg gewann.

Ob es daran lag, dass die Fuldastädter an einem Sonntag spielten? Alexi tritt mit seinen Teams ungern samstags an. „Wir werden auch zukünftig Verlegungen auf den Sonnabend nicht mehr zustimmen“, sagt der CSC-Verantwortliche. Er präferiert den Rhythmus mit den Trainingstagen Dienstag, Mittwoch und Freitag. So haben seine Spieler samstags frei und damit 48 Stunden Zeit zur Regeneration. Vor allem kann in der Einheit am Freitag noch intensiver in verschiedenen Bereichen gearbeitet werden.

DIE GEBEUTELTEN

Die Aussichten waren sowohl für den TSV Rothwesten als auch für Aufsteiger GSV Eintracht Baunatal nach wenigen Minuten glänzend. Beide Klubs schossen innerhalb der ersten sechs Minuten jeweils das 1:0. Unterm Strich standen aber Heimniederlagen: Rothwesten verlor gegen den Melsunger FV 2:3, die Eintracht musste sich Hünfeld 1:3 beugen. Ein Grund dafür: die Ausfälle. Die Rothwestener können die fehlenden Nicolaj Eckhardt und Mirko Müller nicht gleichwertig ersetzen. Und die Baunataler haben sogar noch den einen oder anderen Leistungsträger mehr, den sie zurzeit schmerzlich vermissen. Und der ihnen helfen könnte, dass eine 1:0-Führung zu einem weiteren Erfolg führt.

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