Verbandsliga: Bosporus will Revanche für Vorrundenpleite gegen Eintracht Baunatal

Wieder Duell der Neulinge

Gebremst: Gerade rechtzeitig kann der diesmal mit Kreuzbandriss fehlende Usman Mobarak (Bosporus, rechts) im Hinspiel den Schussversuch von Baunatals Andreas Bürger verhindern. Foto:  Hedler

Kassel/Baunatal. Auch in der inoffiziellen Derby-Wertung beginnt die Rückrunde. Herbstmeister der Region Kassel ist mit maximaler Ausbeute von zwölf Punkten des CSC 03 Kassel geworden. Noch komplett punktlos steht hingegen in der Derby-Wertung der FC Bosporus da. Der türkische Klub empfängt im Rahmen des 18. Spieltags der Fußball-Verbandsliga im Nachbarschaftsduell den GSV Eintracht Baunatal. Anpfiff ist am Sonntag um 14.45 Uhr im Nordstadtstadion.

Die Derby-Statistik: Bosporus hat alle vier bisher bestrittenen Nachbarschaftsduelle verloren – so auch die beiden Partien gegen die Mitaufsteiger Eintracht Baunatal (1:4 am ersten Spieltag) und CSC 03 Kassel „Wir achten nicht darauf, ob es ein Derby ist“, sagt FCB-Spielertrainer Cihan Timocin. „Wir gehen in jedes Spiel, als wäre es ein Finale.“

Neben dem Auftaktspiel punkteten die Großenritter in den Derbys in Rothwesten (3:0) und zu Hause gegen den Hessen Kassel II (3:3). Eine 0:3-Pleite gab es hingegen beim CSC 03 Kassel. „Dass es ein Derby ist, ist für uns zweitrangig“, sagt Baunatals Routinier Christopher Löbel. „Wichtig sind die Zähler. Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel für uns.“

Die aktuelle Situation: Weil dem FCB wegen zwei in der vorgezeigten Mappe fehlender Spielerpässe am Grünen Tisch der Punktgewinn (0:0) bei Schlusslicht Schwalmstadt aberkannt worden ist, ging er in den letzten fünf Partien punktlos aus. Durch eine erneute Niederlage könnten die Nordstädter auf den letzten Platz abrutschen.

Etwas besser steht der GSV da. Die Eintracht verlor zuletzt zweimal (0:2 in Flieden, 0:3 in Weidenhausen und holte in den letzten vier Partien nur einen Punkt (3:11 Tore). Der Rückstand auf den ersten fixen Nichtabstiegsplatz beträgt momentan einen Punkt.

Das Personal: Beim FC Bosporus hat sich die personelle Situation nicht wesentlich verbessert. Kai Steinert, Usman Mobarak und Haris Rizvanovic fallen verletzt aus. Auch Murat Aytemür (Urlaub) und Enes Sezer (Aufbautraining) stehen nicht zur Verfügung. Nihat Cemali kann nach abgesessener Sperre wieder mitwirken, dafür fehlt Alfonso Di Carlo (Rotsperre). Ismet Yegül, Timocin (Erkältung) und Antonio Rega (Knieblessur) sind angeschlagen.

Auch die Großenritter können personell nicht aus dem Vollen schöpfen: Neben den vier Langzeitverletzten fällt Jan-Philipp Schmidt (Oberschenkelverletzung) weiter aus. Der Einsatz von Schmidts Offensiv-Kollegen Maximilian Norwig ist aufgrund der selben Blessur fraglich – genau wie der von Löbel (Erkältung). Florian Pusch wird zurückerwartet.

Die Stimmen: „Zuletzt haben wir mehrmals die ersten 15 Minuten verschlafen“, sagt FCB-Trainer Timocin. „Ich weiß auch nicht, woran das liegt – wir nehmen die Spiele nicht zu locker. Wir müssen mehr miteinander spielen.“

„Als ganze Mannschaft haben wir uns zuletzt in Flieden gesteigert“, erklärt Löbel. „Gegen Bosporus müssen wir wieder genauso kämpfen und 100 Prozent Gas geben. Und auch die Tore machen. Wir haben in dieser Saison schon so viele Chancen gehabt, die wir ungenutzt gelassen haben.“ (srx)

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