Schwalmstadt nach Rücktritt von Harald Hauer und Alexej Möller auf Trainersuche

FC Schwalmstadt nun auf Trainersuche

Alexej

Schwalmstadt. Nach vier Monaten war das „Projekt“ plötzlich beendet. Was laut Harald Hauer und Alexej Möller „mit großem Entusiasmus“ und „vielen Ideen“ begann, endete vorzeitig mit dem überraschenden Rücktritt des Trainerduos des 1. FC Schwalmstadt. Nur einen Tag, nachdem der Vorstand des heimischen Verbandsligisten seinen Fußball-Lehrern in einer Krisensitzung noch das Vertrauen ausgesprochen hatte.

Diese Rückendeckung hat die Entscheidung der beiden „schwerer gemacht“, verhindern konnte sie sie schließlich nicht mehr. Denn zu frustrierend fiel deren Zwischenbilanz aus. „Wir haben alles versucht, doch Teile der Mannschaft haben sich nicht auf unsere Arbeit eingelassen bzw. sind uns nicht gefolgt“, stellt Harald Hauer schonungslos fest.

Seine Hauptkritikpunkte: „Einstellung und Wille haben bei einigen nicht gestimmt.“ Und ein schwerwiegendes Disziplinproblem, was etwa dadurch zum Ausdruck kommt, dass der letztjährige Relegationsteilnehmer zur Hessenliga in der Fairness-Tabelle mit 47 gelben, drei Gelb-Roten und zwei Roten Karten ebenfalls das Schlusslicht bildet.

„Wir haben uns sehr viel selbst kaputt gemacht“, gesteht der A-Lizenz-Inhaber. Defizite, die immer wieder auch in zahlreichen Einzelgesprächen angesprochen wurden, „aber nie zu einer Besserung geführt haben.“ Die Folge: Seit neun Spielen ist der FCS ohne Sieg und ans Tabellenende zurück gefallen. „Wir konnten die Mannschaft wohl nie wach küssen“, beschreibt Hauers Trainerkollege das Dilemma.

Was auch Kapitän Jannis Lerch indirekt bestätigt („Der letzte Funke ist auf die Mannschaft wohl nicht übergesprungen“), der trotzdem mit diesem Schritt aber nicht gerechnet hat - und ihn bedauert: „Ich hätte es gut gefunden, wenn wir gemeinsam versucht hätten, da unten rauszukommen.“

Das gilt auch für den Vorstand, der nun auf Trainersuche ist. „Wir wollen eine langfristige Lösung“, erklärt der Sportliche Leiter Martin Hölzer. Und schließt damit ein kurzfristiges Einspringen von Hans Schweigert, der die Mannschaft in der letzten Saison nach einem Serrano-Intermezzo noch auf den zweiten Platz geführt hatte, aus.

Bis zur Winterpause soll‘s erstmal Marco Schwab richten, der erfolgreiche Trainer der U23-Mannschaft. Der steht mit dem FCS gleich vor einer sicherlich wegweisenden Aufgabe, wenn am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) Tabellennachbar FC Bosporus Kassel im Herbert-Battenfeld-Stadion gastiert. Der erste Heimsieg muss her. Und wäre sicherlich im Sinne der Zurückgetretenen, die sich von ihrem Schritt nämlich auch „eine Signalwirkung“ (Hauer) erhoffen. Foto: Hahn/nh

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