Interview mit FCS-Trainer Marco Schwab über sein Training, die Taktik und Sky

„Wir halten die Klasse“

An zwei Fronten gefordert: Schwalmstadts Trainer Marco Schwab trägt derzeit die Verantwortung für zwei Teams. Foto: Kasiewicz

Schwalmstadt. Es wäre wohl zuviel des Guten von einem erfolgreichen Wochenende für Schwalmstadts neuen Trainer Marco Schwab zu sprechen. In der Fußball-Verbandsliga gab es im Kellerduell einen Punkt gegen Bosporus und mit der zweiten Mannschaft kassierte der Coach die erste Saisonniederlage in der Kreisoberliga.

Herr Schwab, zum Auftakt gab es eine Nullnummer gegen Bosporus Kassel. Ärgert Sie so ein Ergebnis als früherer Torjäger?

Marco Schwab: Wichtig war, dass wir kein Gegentor bekommen und zumindest einen Punkt geholt haben.

Sie haben mit Simon Luther und Mehmed Omerovic zwei Spieler aus der Kreisoberliga-Mannschaft von Beginn an gebracht. Warum?

Schwab: Ich wollte ein Zeichen setzen. Bei mir gibt es keine Erbhöfe. Wer gut trainiert, spielt auch. So einfach ist das.

Mit der FCS-Reserve sind Sie oben dabei, mit der Verbandsligamannschaft steht Abstiegskampf auf dem Programm. Was ist einfacher, der Klassenerhalt mit der ersten Mannschaft oder der Aufstieg?

Schwab: Beides ist drin. Mit der ersten Mannschaft halten wir auf jeden Fall die Klasse.

Sie kamen vor der Saison zum 1. FC Schwalmstadt, um die zweite Mannschaft zu übernehmen. Jetzt sind die Trainer in der Verbandsliga. Überrascht Sie die Entwicklung?

Schwab: Logisch. Ich wurde vom Vorstand am Dienstag gefragt, ob ich kurzfristig übernehmen wolle. Da musste ich nicht lange überlegen. Aber überrascht hat die Entwicklung wohl jeden.

Wie haben Sie es geschafft innerhalb von drei Tagen den Hebel umzulegen?

Schwab: Ich habe die Mannschaft stark geredet und im Training auf spielerische Formen gesetzt. Zudem trainieren wir jetzt öfters mit der zweiten Mannschaft zusammen. Jeder kann sich aufdrängen.

Sie waren in Ihrer Karriere Stürmer. Wie wollen Sie aus dem Keller stürmen?

Schwab: Schon mit Offensivfußball. Alles andere würde in unserer Situation auch keinen Sinn ergeben. Wir stehen ja mit dem Rücken zur Wand, da kann man sich nicht hinten reinstellen. Angsthasenfußball gibt es bei mir nicht.

Sie sind ein junger Trainer. Befürchten Sie Akzeptanzprobleme und wie wollen Sie dagegen steuern?

Schwab: Ich bin einfach ich selbst. Aber es stimmt schon. Bei der zweiten Mannschaft habe ich zu Beginn auch direkt eine klare Kante gezeigt. Jeder im Verein weiß, dass mit mir nicht zu spaßen ist. Wer nicht mitzieht, kann am Samstag die Bundesligakonferenz bei Sky gucken. Dafür habe ich die volle Rückendeckung vom Vorstand.

Von Daniel Schneider

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