1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Weit unter Wert geschlagen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Symptomatisch für die gestrige Partie: 05-Innenverteidiger Christian Horst (r.) gerät gegen Osnabrücks Edgar Kammerer insd Straucheln. An den Ball kommen beide nicht. Foto: Jelinek
Symptomatisch für die gestrige Partie: 05-Innenverteidiger Christian Horst (r.) gerät gegen Osnabrücks Edgar Kammerer insd Straucheln. An den Ball kommen beide nicht. Foto: Jelinek

Göttingen. Nein, dieses 1:3 (0:2) gegen den VfL Osnabrück II hatte die Mannschaft des RSV Göttingen 05, die damit ihre zweite Niederlage in Folge kassierte, nun wahrlich nicht verdient. Bevor nämlich die Gäste aus Osnabrück innerhalb von nur drei Minuten mit 2:0 in Führung gingen, hätten die Gastgeber 2:0 führen müssen.

Aber der Reihe nach: Bereits nach 60 Sekunden hatte RSV-Torjäger Özkan Beyazit das 1:0 auf dem Schlappen, sein Schlenzer aus halblinker Position sollte im langen oberen Dreieck landen, verfehlte dieses aber knapp. Nur zehn Minuten später konnte Mazlum Dogan die Uneigennützigkeit von Beyazit nicht nutzen, als dieser ihn bediente, Dogan aber einen Schritt am langen Pfosten zu spät kam. Den hätte Beyazit auch selber machen können, dachten da die 748 Zuschauer im Jahnstadion. Und wieder war es der kleine RSV-Torjäger, der in der 28. Minute nach einer Vorlage von Alexander Burkhardt mit Direktschuss am Fuß des VfL-Keepers Nils Zumbeel scheiterte. Chancen waren also reichlich vorhanden, um die Führung vorzulegen.

Zwei Schlafmützigkeiten

Zwei kaum für möglich gehaltene Schlafmützigkeiten in der bisher so sicheren Göttinger Abwehr wurden allerdings brutal von den abgezockten Osnabrückern bestraft. In der 32. Minute erzielte Ismail Budak aus der Drehung das 1:0, vier Göttinger Spieler sahen nur zu. Und in der 35. Minute bestrafte Deniz Taskesen den einzigen Fehler von RSV-Torwart Dennis Koch zur 2:0-Führung (35.), der den Ball nicht festhalten konnte und die daraus resultierende Verwirrung in der RSV-Abwehr nutzte.

„Wir haben uns heute selbst geschlagen, da wir in Führung hätten gehen müssen“, trauerte RSV-Trainer Jozo Brinkwerth den vielen vergebenen Tormöglichkeiten nach. „Da war in den ersten 30 Minuten viel mehr drin gegen eine allerdings starke Osnabrücker Mannschaft“, so Brinkwerth weiter. Geärgert haben dürfte er sich auch, als Dogan es mit einem Kopfball völlig freistehend versäumte, mit dem Halbzeitpfiff den Anschlusstreffer zu erzielen.

13. Saisontor von Beyazit

Als Robin Twyrdy einen umstrittenen Foulelfmeter - Robert Huck soll Talkens gefoult haben - zum 3:0 sicher verwandelte, schien die Partie gelaufen. „Nach dem fast aussichtslosen Rückstand hat meine Mannschaft Charakter gezeigt. Wir haben noch viel Aufwand betrieben, sind dafür aber nicht belohnt worden“, meinte Brinkwerth. Zu mehr als dem Anschlusstreffer zum 1:3-Endstand durch Beyazit, der seinen 13. Saisontreffer erzielte, reichte es nicht.

Von Walter Gleitze

Auch interessant

Kommentare