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05 zieht Biene den Stachel

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Wieder der Torschütze vom Dienst: RSV 05-Stürmer Özkan Beyazit (links) lässt Holthausens Innenverteidiger Jörn Härtel ins Leere fliegen. Zuvor hatte „Ötze“ sein sechstes Saisontor erzielt. Foto: Jelinek
Wieder der Torschütze vom Dienst: RSV 05-Stürmer Özkan Beyazit (links) lässt Holthausens Innenverteidiger Jörn Härtel ins Leere fliegen. Zuvor hatte „Ötze“ sein sechstes Saisontor erzielt. Foto: Jelinek

Göttingen. Die Spieler des RSV Göttingen 05 strahlten mit der Herbstsonne um die Wette. Grund dazu gab’s reichlich nach dem großen 1:0 (1:0)-Sieg gegen den bisherigen Oberliga-Spitzenreiter SV Holthausen/Biene und dem Sprung in das gesicherte Tabellenmittelfeld.

Es war zweifellos die bisher beste Leistung, die der Aufsteiger in dieser noch jungen Saison gezeigt hatte. So sprach denn auch RSV-Trainer Jozo Brinkwerth davon, dass „wir endlich mal aus den Spielen zuvor, in denen wir in Teilen gut gespielt haben, diese Teile gegen den Tabellenführer zusammengefügt haben. Es hat heute einfach gepasst“.

Prunkstück einer insgesamt kompakten RSV-Elf war die Abwehr. Die beiden Innenverteidiger Julian Keseling und Christian Horst ließen so gut wie nichts zu, hatten die Kopfballhoheit trotz der langen Gästestürmer. Überhaupt war die RSV-Defensive insgesamt sehr gut organisiert. Göttingens Linksverteidiger Robert Huck hatte gar genügend Zeit, sich immer wieder ins Angriffsspiel einzuschalten.

Koch mit Nasenbeinbruch

Dennoch, die erste dicke Torchance hatte der SV, als Werner Hofschröer nach einem Eckball per Kopf aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden 05-Keeper Dennis Koch scheiterte. Einen langen Einwurf von Lukas Zekas in der 16. Minute verwertete Özkan Beyazit mit seinem sechsten Saisontor per Fallrückzieher zum von 700 Zuschauern umjubelten Führungstreffer für die Gastgeber. Glück für Holthausen, dass Torwart Jonas Gottwald in der 37. Minute nicht die Rote Karte sah, als er außerhalb des Strafraums gegen Erdem Kazan nachtrat.

Wenn es am Spiel der Göttinger etwas zu kritisieren gab, dann waren es die doch häufig überflüssigen ungenauen Pässe im Mittelfeld, die aber gottlob keinen Schaden anrichteten gegen einen Gegner, der weit vom Anspruch eines Spitzenreiters entfernt agierte.

War es Frust, der allmählich bei den SV-Spielern aufkam? Anders war in der 61. Minute das brutale Einsteigen von Frank Gerdelmann gegen Koch nicht zu erklären, der dabei einen Nasenbeinbruch erlitt, aber nach fünfminütiger Behandlungszeit signalisierte, dass er weitermachen könne.

„Wir müssen das 2:0 machen, dann hätten wir nicht bis zum Schluss zittern müssen“, bemängelte ein dennoch glücklicher Brinkwerth die magere Torausbeute. Kazan (50.), Zekas (56.), Keseling (66.), Beyazit (85.) - sie hätten des Trainers Nerven in der Tat früher beruhigen können. (gsd)

Von Walter Gleitze

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