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Zwei „Blitze“ von Beyazit

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Typisch Beyazit! Göttingens Torjäger Özkan Beyazit überwindet mit einem gefühlvollen Heber Egestorfs Torwart Lenz und legt mit diesem 2:0 den Grundstein für den Sieg über den Neuling. Foto: Jelinek
Typisch Beyazit! Göttingens Torjäger Özkan Beyazit überwindet mit einem gefühlvollen Heber Egestorfs Torwart Lenz und legt mit diesem 2:0 den Grundstein für den Sieg über den Neuling. Foto: Jelinek

Göttingen. Für immerhin eine Nacht durfte sich der RSV Göttingen 05 nach dem 2:1 (1:0)-Sieg über Aufsteiger 1. FC Germania Egestorf/Langreder über die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga Niedersachsen freuen. Doch bei den Göttingern bleibt man trotz der sieben Punkte aus den ersten drei Punktspielen weiterhin bescheiden.

„Es sind sieben Punkte gegen den Abstieg“, sagten 05-Trainer Jozo Brinkwerth und Kapitän Christian Horst unisono. „Das hatte ich mir so nicht vorgestellt, dass wir so erfolgreich in die Saison starten, zeigt aber, dass in unserer Mannschaft große Qualität steckt“, ergänzte Horst. „Wir müssen aber erst nach unten schauen. Wenn wir abschätzen können, wie es läuft, können wir uns in der Winterpause neue Ziele setzen“, meinte der Innenverteidiger weiter.

Weckruf zur rechten Zeit

Mit der ersten halben Stunde konnte indes Brinkwerth nicht zufrieden sein. Lag es an den heißen Temperaturen, dass beide Teams sich darauf beschränkten, nicht das erste Tor zu kassieren? Die Langeweile im Spiel und auf der Tribüne zerbrach einmal mehr 05-Torjäger Özkan Beyazit. Einen Freistoß zirkelte er in der 35. Minute aus 28 Metern über die Egestorfer Mauer und ließ mit seinem halbhohen Schuss ins linke Toreck Germanen-Keeper Lenz keine Abwehrchance – ein Weckruf zur rechten Zeit. Da blitzte „Ötzes“ Schlitzohrigkeit wieder mal auf. Fünf Minuten später allerdings Glück für die Gastgeber, als nach einem Freistoß Egestorfs Tim Borowsky am langen Toreck den Ball in den wolkenlosen Himmel über dem Jahnstadions jagte.

Der Aufsteiger schien mit seinen Gedanken noch in der Kabine, als Beyazit nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff allein vor Raum auftauchte und diesen mit einem frechen Lupfer zum 2:0 überwand. In der Folgezeit taten die Platzherren nur das Nötigste, wirkten dabei aber souverän und ließen kaum einmal eine gefährliche Situation im eigenen Strafraum zu. „In der zweiten Halbzeit hatten wir keine klare Struktur mehr“, gab denn auch Egestorfs Spielertrainer Jan Zimmermann zu Protokoll. „Das 1:2 kam für uns leider zu spät, um das Spiel noch zu drehen. Der Sieg der Göttinger geht daher in Ordnung.“ Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff hatte Lukas Kelle mit einem 16-m-Schuss unter den Querbalken zum 1:2 noch einmal die Göttinger etwas aufgeschreckt, die drei Punkte für die 05er aber nicht mehr ernsthaft gefährden können.

Alternativen auf der Bank

„Nach dem 2:0 hätten wir unbedingt das 3:0 nachlegen müssen, sind aber unsere Konter sehr schlecht gefahren“, kritisierte Brinkwerth, der sich indes darüber freute, noch „viele personelle Alternativen auf der Bank zu haben“. (gsd)

Von Walter Gleitze

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