Rummenigge bestätigt Interesse

Ab zu Bayern? Hummels soll BVB Wechselwunsch mitgeteilt haben

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Mats Hummels könnte in der nächsten Saison wieder für den FC Bayern spielen. 

München - Der nächste Leistungsträger steht beim BVB offenbar vor dem Abschied. Kapitän Hummels soll seinem Verein über den Wechselwunsch zum FC Bayern unterrichtet haben.

Ein möglicher Wechsel des Fußball-Weltmeisters Mats Hummels von Borussia Dortmund zum FC Bayern München wird offenbar immer konkreter. Nach Informationen des Magazins "Sport Bild" soll der BVB-Kapitän seinem Club den Wunsch nach einem Wechsel zu den Bayern bereits mitgeteilt haben. Demnach sei es wahrscheinlich, dass die Westfalen in den nächsten Tagen eine Pressemitteilung mit dem offiziellen Interesse der Bayern veröffentlichen, da sie als börsenorientiertes Unternehmen dazu verpflichtet wären. Der BVB wollte die Meldung bisher weder bestätigen noch dementieren. "Wir kommentieren grundsätzlich keine Mediengerüchte", sagte Dortmunds Mediendirektor Sascha Fligge auf dpa-Anfrage.

Rummenigge respektiert laufenden Vertrag

Seit Tagen wird über einen Wechsel des Dortmunder Kapitäns in seine alte Heimat spekuliert. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bestätigte vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid das Münchner Interesse am Nationalverteidiger. "Grundsätzlich kann ich die Worte von Herrn Watzke bestätigen, dass Mats sich mit dem FC Bayern befasst."

Der deutsche Rekordmeister wolle die aufkommenden Gerüchte aber nicht weiter befeuern. "Ich glaube, es gilt da den Respekt des laufenden Vertrages zu berücksichtigen", sagte Rummenigge. Hummels hat in Dortmund einen Kontrakt bis 2017.

Am Montagabend hatte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke eine Tendenz  Richtung Bayern angekündigt, falls der Nationalspieler Borussia  Dortmund verlassen sollte. "Ich möchte das doch ordentliche  Verhältnis, das wir in den letzten zwei Jahren aufgebaut haben, nicht durch eine unbedachte Äußerung beschädigen", erklärte Rummenigge.

Hummels liegt angeblich ein unterschriftsreifer Vierjahresvertrag der Bayern vor. Watzke hatte Verständnis für die Überlegungen des BVB-Abwehrchefs geäußert: "Diese persönlichen Momente, dass er mit dem Club noch nicht fertig ist. Dass sein Vater, seine Mutter, sein Bruder in München wohnen. Seine Frau aus München ist, er selbst Münchner ist – da kommt schon eine ganze Menge an Komponenten zusammen." Der Dortmunder Geschäftsführer deutete zudem an, Hummels eine Freigabe wohl nicht verweigern zu wollen.

Rummenigge: Nichts Neues in Sachen Götze

Watzke schloss aus, dass sowohl Hummels als auch Nationalspieler Ilkay Gündogan und die Offensivkraft Henrich Mchitarjan in der kommenden Saison noch gemeinsam beim BVB spielen. Er glaube nicht, dass der Tabellenzweite alle drei Leistungsträger halten könne. "Ich glaube nicht, dass wir alle drei Verträge verlängert bekommen. Ich glaube nicht, dass alle drei hier im nächsten Jahr spielen", sagte Watzke am Montagabend im Audi Star Talk im Fernsehsender Sky. Allerdings rechnet er nicht mit einem Abschied des kompletten Trios. "Es ist völlig ausgeschlossen, dass alle drei nächstes Jahr nicht für Borussia Dortmund spielen", sagte Watzke.

Gündogan soll vor einem Wechsel zu Manchester City stehen, die Gespräche mit Mchitarjan dauern an. Zu einer möglichen BVB-Rückkehr von Bayern-Profi Mario Götze, für die Watzke die Tür aufgestoßen hatte, gibt es laut Rummenigge nichts Neues. Ein klärendes Gespräch über dessen Zukunft könne es auf Wunsch von Götze geben, wenn die wichtigen Partien in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League gespielt seien, sagte der Bayern-Chef.

dpa

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