Kommentar zum vorläufigen EM-Kader: Aufgebot ohne Überraschung

Florian Hagemann über das deutsche EM-Aufgebot

Bundestrainer Joachim Löw hat sein vorläufiges Aufgebot für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich bekanntgegeben. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Wer nach Überraschungen in dem vorläufigen deutschen Aufgebot für die Europameisterschaft in Frankreich sucht, dem sei gesagt: Es gibt keine – zumindest dann nicht, wenn die Nominierungslogik von Bundestrainer Joachim Löw vor den vergangenen Turnieren als Maßstab genommen wird.

Löw ist sich treu geblieben. Er vertraut einem kleinen Stamm von Spielern bedingungslos. Wer in diese Kategorie fällt, muss nicht gänzlich fit sein wie Bastian Schweinsteiger oder kann auch seinen Zenit schon überschritten haben wie Lukas Podolski. Löw aber hält die Persönlichkeit dieser Spieler für so wichtig, dass sie enormen Wert für das Innenleben dieser Mannschaft haben.

Darüber hinaus baut Löw ganz gern die Top-Talente der Saison in einen vorläufigen Kader ein, um dem Team neue Impulse zu geben und den Nachwuchskräften die Möglichkeit, im Kreise der Elite Erfahrung zu sammeln. Insofern ist die Berufung der Neulinge Julian Weigl, Joshua Kimmich und Julian Brandt folgerichtig. Sie passt in die von Löw perfektionierte Strategie, die längst Abstand genommen hat vom alten Grundsatz, dass die besten 23 des Landes mitkommen zu einem großen Turnier.

Beim Bundestrainer steht die Chemie des Teams im Vordergrund. Das ist nicht nur klug, sondern auch geboten, um die Aussicht auf den maximalen Erfolg bei einer Europameisterschaft zu haben.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.