Ballon d'or

Messi zum fünften Mal Weltfußballer des Jahres

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Lionel Messi ist zum fünften Mal Weltfußballer des Jahres.

Zürich - Er hat wieder zugeschlagen: Lionel Messi ist zum fünften Mal zum Weltfußballer des Jahres geehrt worden.

Argentiniens Superstar Lionel Messi ist zum fünften Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der 28-Jährige setzte sich bei der Wahl des Weltverbandes FIFA mit 41,33 Prozent der Stimmen gegen den portugiesischen Vorjahressieger Cristiano Ronaldo (30/Real Madrid/27,76 Prozent) und seinen Teamkollegen vom FC Barcelona, Neymar (23/Brasilien/7,86), durch. Messi hatte den Goldenen Ball bereits für die Jahre 2009 bis 2012 gewonnen.

Seine knappe Ansage an alle Ronaldos, Neymars und Müllers dieser Welt kam schon kurz nach Silvester. „Neues Jahr, aber die gleichen Ziele“, schrieb Messi bei Facebook, wo dem Weltfußballer mehr Fans folgen als in Deutschland Menschen leben: „Jeden Tag besser werden.“ Und alle fragen sich: Wie denn?

Messi, der Titel-Hamster

Allein im Jahr 2015 hamsterte der immer noch erst 28-Jährige mit dem spanischen Topklub FC Barcelona fünf Titel, darunter das magische Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Triumph. Er wurde zu Europas Fußballer des Jahres und am Montagabend schließlich zum fünften Mal zum Weltfußballer der FIFA gekürt.

„Das ist wieder eine große Ehre für mich und mehr, als ich mir jemals erträumt habe“, sagte Messi nach der Ehrung. Sein Klub-Trainer Luis Enrique sagte über den Wunderknaben: „Er ist einzigartig. Er hat die Persönlichkeit, die der Weltbeste braucht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass das so weitergeht, so lange Leo Messi das auch will.“

Der fünfte Goldene Ball für den Argentinier dürfte einige Zeit Rekord bleiben - Rivale Cristiano Ronaldo (30/Real Madrid), der 2015 nicht gleichziehen konnte, steht bei drei Trophäen.

„Es ist sehr schwer, sich vorzustellen, dass es einen anderen Spieler geben wird, der fünfmal zum Weltfußballer gewählt wird“, sagte Messis ehemaliger Teamkollege Carles Puyol: „Außerdem wird er sich nicht morgen in den Ruhestand verabschieden - wenn er so weitermacht, wird er sogar noch mehr Goldene Bälle gewinnen.“ Ob Messi das wirklich so wichtig wäre, ist fraglich.

Langer Weg an die Weltspitze

„Unabhängig von den Titel, Trophäen und Ehrungen - ich werde immer der Junge sein, der in Rosario aufgewachsen ist“, schreibt Messi über sich selbst und über seinen langen Weg an die Weltspitze: „Der Fußball bedeutet mir immer noch das gleiche: Ich denke nur an das nächste Spiel und daran, alles, was ich habe, für Barcelona und Argentinien zu geben.“

Der kleine Junge aus Argentinien, dessen Geschichte über eine Kindheit als zu kleiner Schwächling und über die Entdeckung in Barcelonas Talentschmiede La Masia zigmal erzählt wurde, bleibt der Gegenentwurf zum extrovertierten Ronaldo. Immer ein bisschen schüchtern, immer ein bisschen wortkarg - bis er auf dem Platz explodiert. Ende Dezember knackte er die Marke von 500 Spielen für die Katalanen.

„Es ist eine Ehre und geht mit Verantwortung einher, als bester Spieler der Welt angesehen zu werden. Aber ohne meine Teamkollegen wäre ich nicht hier. Für sie arbeite ich, genauso wie für meine Fans und meine Familie“, sagte der 1,69 Meter kleine Weltfußballer. Seit vier Jahren ist er stolzer Papa von Sohn Thiago, dessen Bruder Mateo kam am 11. September 2015 zur Welt.

„Das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist“, sagte Messi mal. Die persönlichen Rekorde wirken für ihn seitdem noch nebensächlicher - was nicht heißt, dass er nicht weiter sammelt...

SID

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