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FC Bayern: Bankdrücker Robben droht nächster Tiefschlag

FC Bayern: Robben droht nächster Tiefschlag

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München - In Stuttgart auf der Bank, mit Xherdan Shaqiri einen Spieler für seine Position verpflichtet und den eigenen Vertrag immer noch nicht verlängert - Arjen Robben hatte sich den Start bei den Bayern ins EM-Jahr anders vorgestellt.

© dpa

Arjen Robben hat's zurzeit nicht leicht - sportlich gesehen. Privat läuft es rund: Am Montag brachte seine Frau Söhnchen Kai zur Welt.

Erst die Degradierung zum Bankdrücker, dann die Verpflichtung von Offensiv-Wirbelwind Xherdan Shaqiri: Für Arjen Robben wird die Luft beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München dünner. Zumal sich die Verlängerung seines Vertrages über 2013 hinaus verzögert. Noch hält der niederländische Nationalspieler zwar still, doch die Bayern-Stars üben sich bereits in Beschwichtigungsversuchen und mahnen zur Ruhe.

„Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Aber er muss jetzt keinen Stress machen“, sagte der französische Topstar Franck Ribery der tz. Trost spendete Kapitän Philipp Lahm: „Natürlich ist das schwer für Arjen. Solche Härtefälle gibt es beim FC Bayern.“ Aufmunternde Worte mit einer klaren Botschaft: Jeder ist ersetzbar!

Beim souveränen 2:0 im Viertelfinale des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart selbst Robben, der seit 2009 bei den Bayern spielt und die Fans nicht selten mit Weltklasseleistungen verzückte. „Ich hätte vorne jeden wegnehmen können“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. Nach nur vier Punkten aus drei Rückrundenspielen sah sich der 66-Jährige zu Umstellungen im wenig inspirierenden Offensivspiel gezwungen. Änderungen hatte ironischerweise auch Robben selbst nach dem mageren 1:1 beim Hamburger SV und der an Meister Borussia Dortmund verlorenen Tabellenführung angemahnt. „Wir brauchen ein Programm, mit dem wir wieder gewinnen“, sagte er.

Für die erfolgreiche Umprogrammierung des Bayern-Spiels war für Heynckes aber nicht die Verbannung Robbens auf die Bank, sondern die Harmonie zwischen den Mannschaftsteilen ausschlaggebend. „Wir hatten eine super Balance zwischen Defensive und Offensive“, sagte

Vielleicht ein versteckter Seitenhieb gegen einen zuletzt selten vor Kreativität sprühenden Robben, der sich in der Stuttgarter WM-Arena fast 40 Minuten warmlief, ohne zum Einsatz zu kommen. Gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) droht dem verletzungsanfälligen Mittelfeldstar, der in dieser Saison erst elf Ligaspiele bestritt, jedenfalls der nächste Tiefschlag. Denn Heynckes wird das wieder gefundene Gleichgewicht kaum gefährden wollen.

Um den Verbleib von Robben an der Isar fürchtet Thomas Müller aber nicht. Nur weil der 28-Jährige gegen Stuttgart nicht gespielt habe, „ist er nicht weg und verkauft.“ Dabei ist die Zukunft von Robben alles andere als gesichert. Die zuletzt als Formsache gehandelte Verlängerung seines Vertrages über 2013 hinaus verzögert sich.

Die Verpflichtung der Schweizer Nachwuchshoffnung Shaqiri vom FC Basel, Bayerns Gegner im Achtelfinale der Champions League, wird da nicht als Beschleuniger fungieren. Zumal Heynckes den Sommer-Neuzugang bereits in den höchsten Tönen lobt. „Xherdan wird mit seiner Spielintelligenz und seinen Dribblings unsere Mannschaft in den kommenden Saisonen verstärken“, sagte er. Elemente, die Robben zuletzt zu oft vermissen ließ.

sid

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