Heimsieg gegen Verfolger Hertha

Bayer macht Champions-League-Einzug perfekt

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Lars Bender traf schon in der 16. Minute zum 2:0 - die Vorentscheidung.

Leverkusen - Nach einer furiosen Aufholjagd hat Bayer Leverkusen vorzeitig den direkten Einzug in die Champions League perfekt gemacht. Die Werkself siegte gegen Verfolger Hertha BSC.

Nach einer furiosen Aufholjagd hat Bayer Leverkusen vorzeitig den direkten Einzug in die Champions League perfekt gemacht. Im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC sorgten Julian Brandt (2. Minute) und Lars Bender (16.) mit ihren Toren vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena für einen 2:1 (2:1)-Sieg. Für die Gäste traf Vedad Ibisevic (21.), die Berliner rutschten hinter Borussia Mönchengladbach auf Rang fünf.

Es war der siebte Erfolg in Serie für die Werkself (57 Punkte), die am 25. Spieltag als Achter noch sechs Zähler hinter der Hertha lag. In den letzten beiden Partien können weder Gladbach (49) noch die Berliner (49) die Leverkusener noch vom dritten Tabellenrang verdrängen. Bayer qualifizierte sich damit zum zwölften Mal seit 1997/98 für die europäische Königsklasse. „Wir sind überglücklich. Es zwei Spiele vor Saisonende klarzumachen, ist eine sehr gute Leistung“, sagte Torschütze Brandt bei Sky. Der 19-Jährige traf bereits im sechsten Spiel nacheinander.

Die Gäste von der Spree haben trotz der vierten Niederlage hintereinander zumindest die Europa-League-Teilnahme sicher. „Ich glaube, das hat etwas mit dem positiven Druck wegen der Champions League zu tun“, analysierte Hertha-Coach Pal Dardai die schwache Leistung in der Anfangsphase. „Nach dem 0:2 war es ok.“

Die Platzherren hatten einen Spielauftakt nach Maß. Schon nach 79 Sekunden gelang Julian Brandt mit seinem neunten Bundesliga-Saisontor die Führung. Er angelte sich ein Zuspiel von Charles Aránguiz und schoss ins rechte Eck zum 1:0 ein. Hertha-Profi Peter Pekarik machte dabei keine gute Figur. Allerdings war der Szene eine Regelwidrigkeit von Karim Bellarabi vorangegangen: Bei seinem Einwurf hatte er einen Fuß in der Luft und mit dem anderen stand er deutlich im Spielfeld. Referee Tobias Stieler ahndete den Verstoß aber nicht.

Gegen die danach früh attackierenden und in den Zweikämpfen aggressiveren Werkskicker brachten die Berliner zunächst wenig zustande und kassierten nach einer weiteren Unaufmerksamkeit in der Abwehr das 0:2. Bayer-Kapitän Bender war im Fünfmeterraum am reaktionsschnellsten und erzielte sein erstes Saisontor aus Nahdistanz.

Den bis dato schwachen Herthanern schien nun eine herbe Pleite zu drohen, doch fast aus dem Nichts nutzte Ibisevic fünf Minuten später eine Flanke von Pekarik per Kopf zum Anschlusstreffer. Danach dominierte die Bayer-Elf weiter, konnte aber bis zur Pause nur noch zwei gute Chancen herausarbeiten.

In der 30. Minute lenkte Hertha-Schlussmann Rune Jarstein nach einem Schuss aus 16 Metern von Aránguiz den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch am Tor vorbei. Auch nach der Pause zeichnete er sich noch mal aus, als Bellarabi rechts heranstürmte und aus spitzen Winkel abzog und Jarstein richtig stand.

Abgesehen von dem Ibisevic-Treffer bereiteten die Berliner dem Bayer-Keeper Bernd Leno nicht viel Arbeit. Ibisevic probierte es in der 64. Minute noch mal mit einem Distanzschuss, konnte damit aber Leno nicht wirklich herausfordern. Der Nationaltorwart hatte vor dem Anpfiff bekanntgegeben, dass er bei Bayer bleibt und eine Ausstiegsklausel trotz guter anderer Angebote nicht nutzt. „Natürlich ist die Champions League die größte Bühne, das hat auch für mich eine große Rolle gespielt“, sagte Leno zu seiner Entscheidung.

dpa

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