FC Bayern hat einen Wunderplan gegen Barcelona

Den Meister hat Pep Guardiola schon gemacht, aber kann er auch Wunder? Foto: Andreas Gebert
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Den Meister hat Pep Guardiola schon gemacht, aber kann er auch Wunder? Foto: Andreas Gebert
Andreij Schewtschenko erlebte mit dem AC Mailand 2004 ein denkwürdiges Aus gegen Deportivo La Coruña. Foto: Matteo Bazzi
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Andreij Schewtschenko erlebte mit dem AC Mailand 2004 ein denkwürdiges Aus gegen Deportivo La Coruña. Foto: Matteo Bazzi
Sogar Uli Hoeneß schaute vor so einem wichtigen Spiel während des Abschlusstrainings an der Säbener Straße vorbei. Foto: Andreas Gebert
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Sogar Uli Hoeneß schaute vor so einem wichtigen Spiel während des Abschlusstrainings an der Säbener Straße vorbei. Foto: Andreas Gebert
Kein zweites Mal soll Lionel Messi der Schrecken der Bayern werden. Foto: Alberto Estevez
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Kein zweites Mal soll Lionel Messi der Schrecken der Bayern werden. Foto: Alberto Estevez
"The Real Badman & Robben" sind noch immer auf die Tribüne verband - das magische Duo fehlt der Offensive merklich. Foto: Andreas Gebert
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"The Real Badman & Robben" sind noch immer auf die Tribüne verband - das magische Duo fehlt der Offensive merklich. Foto: Andreas Gebert
Kommt "Option" Mario Götze rechtzeitig auf die Beine? Der viel kritisierte WM-Siegtorschütze ist gefordert. Foto: Jonas Güttler
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Kommt "Option" Mario Götze rechtzeitig auf die Beine? Der viel kritisierte WM-Siegtorschütze ist gefordert. Foto: Jonas Güttler
Böse Erinnerung an das Halbfinale 2014: Reals Weltfußballer Cristiano Ronaldo besiegelt mit seinem Freistoßtor zum 4:0 das Aus der Bayern. Foto: Tobias Hase
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Böse Erinnerung an das Halbfinale 2014: Reals Weltfußballer Cristiano Ronaldo besiegelt mit seinem Freistoßtor zum 4:0 das Aus der Bayern. Foto: Tobias Hase
Rafinha weiß die Lage mit brasilianischem Temperament positiv einzuordnen. Thomas Müller will nur allzu gern mit ihm weiterjubeln. Foto: Daniel Naupold
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Rafinha weiß die Lage mit brasilianischem Temperament positiv einzuordnen. Thomas Müller will nur allzu gern mit ihm weiterjubeln. Foto: Daniel Naupold

7:0 gegen Donezk! 6:1 gegen Porto! Aber geht im eigenen Stadion auch ein 4:0 gegen Barcelona? Die Bayern müssen die Fußball-Welt auf den Kopf stellen, um nach dem 0:3 gegen Lionel Messi und Co. im Hinspiel doch noch das Champions-League-Finale in Berlin zu erreichen.

München (dpa) - Können die Fußball-Profis des FC Bayern noch einmal über sich hinauswachsen? Mit 71 000 Anhängern im Rücken wollen Kapitän Philipp Lahm und seine Kollegen am Abend (20.45 Uhr) in der ausverkauften Münchner Arena das eigentlich Unmögliche zumindest versuchen.

0:3 steht es aus Bayern-Sicht beim Anpfiff des Halbfinal-Rückspiels. Nur ein sensationeller Spielverlauf könnte den deutschen Meister ins Endspiel am 6. Juni nach Berlin bringen. "Wenn wir weiterkommen, wäre es auf jeden Fall ein Ausrufezeichen, das die Fußballwelt nicht erwartet", sagte Weltmeister Thomas Müller.

AUSGANGSLAGE: Geht da noch was? Im Normalfall nicht. In über 20 Jahren Champions League gelang es erst einem Verein, einen Drei-Tore-Rückstand im Rückspiel aufzuholen. Deportivo La Coruña wendete am 7. April 2004 im Viertelfinale nach einem 1:4 beim AC Mailand mit einem 4:0-Heimsieg das Blatt. Bayerns brasilianischer Verteidiger Rafinha hofft auf ein ähnliches Wunder: "Wir wissen, wie gut wir zu Hause mit unseren Fans sind." Im Achtelfinale gegen Schachtjor Donezk gab es ein 7:0, im Viertelfinale wurde der FC Porto mit 6:1 aus der Arena gefegt. "Es muss ein Spiel sein, wo es dir reinläuft, wie es so schön heißt im Bayerischen", bemerkte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

MATCHPLAN: Kontrollierte Offensive lautet die Marschroute von Pep Guardiola. "Wir müssen gut verteidigen, das ist das Erste", sagte der Bayern-Coach. Nicht aufs Ergebnis fokussieren, sondern auf ein gutes Spiel. Und ja nicht gegen Lionel Messi oder Neymar in einen Barça-Konter laufen. "Die Angreifer von Barcelona sind sehr stark. Wenn du einen Fehler machst, bestrafen sie dich", warnte Guardiola. In Barcelona hielt Bayern bis zur 77. Minute ein 0:0, dann schlugen Messi (2) und Neymar zu. "Wir werden uns einen Plan zurechtlegen und den voll durchziehen", kündigte Nationalspieler Müller an.

PERSONAL: Viel mehr als im Hinspiel geht nicht. Arjen Robben und Franck Ribéry fallen weiterhin verletzt aus, auch für David Alaba kommt nach einer Knieblessur ein Comeback zu früh. Ohne Robben und Ribéry fehlen die "Fahnenträger" und "Flaggschiffe", wie Guardiola beklagte. Er könnte in der Offensive Mario Götze neben Robert Lewandowski und Müller als dritte Kraft aufbieten. "Mario ist eine Option", sagte Guardiola. Torwart Manuel Neuer und Mittelfeld-Ass Thiago pausierten beim Abschlusstraining am Montag. Sie könnten aber sicher spielen, beruhigte der Verein.

HALBFINAL-K.O.: Letztes Jahr scheiterte der FC Bayern im Halbfinale an Real Madrid (0:1, 0:4). Ein ähnlich klarer K.o. gegen Barça würde viele Diskussionen auslösen, über das aktuelle Personal, über neue Millionen-Transfers. Auch neue Gerüchte und Spekulationen um Guardiola dürften aufkommen, selbst wenn sich der Trainer bis zum Vertragsende 2016 zum FC Bayern bekannt hat. Zum 25. Mal Meister, Champions-League-Halbfinale, Pokal-Halbfinale - ist das zu wenig für Deutschlands Rekordchampion? "Die Saison ist super", sagte der Brasilianer Rafinha - unabhängig vom Ausgang heute Abend.

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