Affäre um Vergabe der WM 2006

Bericht: Ermittler durchsuchen Beckenbauers Haus

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Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Franz Beckenbauer.  

Salzburg - Im Skandal um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland haben Ermittler das Haus von Franz Beckenbauer offenbar zwei Stunden lang durchsucht.

Dies berichtet die Bild-Zeitung. Die BA hatte zuvor bereits bestätigt, dass insgesamt acht Razzien durchgeführt wurden. Laut Bild waren auch Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA betroffen.

"Franz Beckenbauer hat die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft unterstützt, seit er davon Kenntnis hatte, und an der heutigen Durchsuchung konstruktiv mitgewirkt. Er kooperiert auch weiterhin mit allen beteiligten Behörden", ließ der damalige OK-Chef am Donnerstag laut Bild über seine Anwälte ausrichten.

Die BA hatte am Donnerstag bestätigt, dass bereits am 6. November 2015 ein Strafverfahren gegen die WM-Organisationsbosse um Beckenbauer (70) eingeleitet wurde. Es geht um den "Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung". Neben Beckenbauer werden die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (71) und Wolfgang Niersbach (65) sowie der ehemalige Generalsekretär Horst R. Schmidt (74) beschuldigt. Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Schweizer Bundesanwaltschaft sind die "Hausdurchsuchungen oder begleitete Editionen" in "enger Koordination und Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Österreichs sowie Deutschlands und unterstützt vom Bundesamt für Polizei (fedpol)" geschehen. Zudem wurden nach Angaben der BA "verschiedene Beschuldigte durch die Bundesanwaltschaft, oder im Auftrag der Bundesanwaltschaft einvernommen".

Die BA ist zuständig, weil die damaligen finanziellen Transaktionen weitgehend über Schweizer Konten durchgeführt wurden.

sid

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