"Es war nicht in Ordnung"

Magath rügt Tuchel wegen Hummels-Kritik

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Felix Magath.

München - Die Kritik von Trainer Thomas Tuchel von Borussia Dortmund an Mats Hummels nach dem im Elfmeterschießen verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München am Samstag in Berlin ist bei Ex-Meister-Coach Felix Magath nicht gut angekommen.

"Die ganze Mannschaft war nicht in der Verfassung, an ihre besten Leistungen anzuknüpfen. Insofern glaube ich nicht, dass es in Ordnung war, Mats Hummels herauszugreifen und ihn quasi für die Mannschaft verantwortlich zu machen", sagte der 62-Jährige im Fußball-Talk Doppelpass bei Sport1.

Hummels war in der 78. Minute ausgewechselt worden. Zur Leistung des zum FC Bayern wechselnden BVB-Kapitäns hatte Tuchel erklärt: "Er kann's besser!" Nach achteinhalb Jahren kehrt der Innenverteidiger zum FC Bayern zurück. Die Ablöse beträgt 38 Millionen Euro.

Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen von Felix Magath bei Sport1:

Felix Magath ...:

… über das Pokalfinale zwischen den Münchnern und Dortmund: „Ich schwanke immer zwischen gut und schlecht. Es gab aber schon interessantere Finals. Komischerweise finde ich, dass Dortmund gestern so gespielt hat wie vor einem Jahr. Sie haben nicht so gespielt wie über lange Phase der Saison. Sie hatten das Problem, dass es in den letzten Wochen für sie um nichts mehr ging. Die letzten Ergebnisse waren nicht so prickelnd. Es war schwierig für den Trainer, die Spannung hochzuhalten. Es war eine psychische Fehlleistung.“

… über den Streit zwischen Mats Hummels und Thomas Tuchel nach dessen früher Auswechslung: „Ich hätte es umgekehrt gemacht. Ich hätte mich für den Spieler verantwortlich gezeigt, der eine tolle Karriere bei den Dortmundern hingelegt und viel für den Verein gemacht hat. Er hat seine Defensivaufgaben einwandfrei erfüllt und ein gutes Spiel gemacht. Die ganze Mannschaft von Borussia Dortmund war nicht in der Verfassung an ihre beste Leistung anzuknüpfen. Es war nicht in Ordnung, sich Mats Hummels herauszugreifen und ihn verantwortlich zu machen.“

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… über die Zeit von Trainer Pep Guardiola bei den Bayern: „Die Aufgabe, einen Champions League-Sieger noch besser zu machen, ist schon herausfordernd. Ich würde es mir nicht zutrauen. Ich wäre froh, wenn ich einen Champions League-Sieger wieder zu einem Champions League-Sieger machen würde. Pep Guardiola hat sich eine Aufgabe vorgenommen, die kaum zu erfüllen war. Man hat sehr viel investiert. Der Kader war in der Breite viel besser als jeder Kader vorher. Eigentlich hätte er auch letztes Jahr den Pokal mitnehmen müssen. Pokal und Meisterschaft sind Pflicht. Für die Champions League hat es leider nicht gereicht. Von daher glaube ich nicht, dass er den Meister besser gemacht hat.“

… über die erste Saison von Thomas Tuchel in Dortmund: „Die Dortmunder haben in diesem Jahr den besseren Fußball als die Bayern gespielt. Nur: Die Nummer mit Schalke, da hat Thomas Tuchel nicht richtig gelegen. Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft gut trainiert ist und deswegen hätte es für mich keinen Grund gegeben, in einem Derby die Spieler zu schonen.“

… über das künftige Kräftemessen zwischen Bayern und Dortmund: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anderer Verein als Bayern etwas mit der Meisterschaft zu tun hat.“

… über die Saison von Schalke 04: „Das Prinzip war immer gleich: Neuer Trainer und weiter geht es. Von daher ist Schalke nie vorwärts gekommen und man tritt auf der Stelle.“

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sid/pm

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