Champions League

Jubel bei den Bayern, Frust in Gladbach

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Gladbachs André Hahn im Zweikampf mit Stuart Armstrong.  

Eindhoven/Gladbach - Bayern München ist vorzeitig zum neunten Mal in Folge ins Achtelfinale der Champions League eingezogen, Borussia Mönchengladbach hat kaum noch Chancen auf die K.o.-Runde.

Der Rekordmeister siegte am vierten Spieltag bei der PSV Eindhoven nach Rückstand noch 2:1 (1:1) und sicherte sich zumindest Platz zwei in der Gruppe D.

Die Fohlen verspielten beim 1:1 (1:0) gegen Celtic Glasgow eine 1:0-Führung und liegen in der Gruppe C zwei Spiele vor Schluss drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten Manchester City.

Ein klares Abseitstor brachte die Bayern in Rückstand: Santiago Arias traf per Kopf nach einer Parade von Nationaltorhüter Manuel Neuer (14.) - die Münchner reklamierten vehement, aber vergeblich. Robert Lewandowski dreht das Spiel: Zunächst verwandelte der Pole einen umstrittenen Handelfmeter (34.), dann erzielte er das Siegtor (74.).

Stindl brachte Borussia in Führung

In Mönchengladbach schoss Kapitän Lars Stindl die Borussia in der 32. Minute in Führung. Doch Moussa Dembélé traf per Foulelfmeter zum Ausgleich (76.). Der Franzose war von Julian Korb im Strafraum von den Beinen geholt worden, der Gladbacher sah dafür die Rote Karte.

Nach starken zehn Anfangsminuten verloren die Münchner in Eindhoven zwischenzeitlich die Kontrolle über die Partie und hatten in der Folge große Probleme, vor das Tor von PSV-Keeper Remko Pasveer zu kommen. Auch von Rückkehrer Arjen Robben, der von 2002 bis 2004 für PSV gespielt hatte, war nach einem guten Beginn wenig zu sehen.

Die Bayern verloren in der Folge viele Zweikämpfe und Bälle. Es fehlte meist an Tempo, Ideen und der nötigen Präzision. Dies spielte der PSV in die Karten, die mit Leidenschaft und viel Einsatz dagegenhielt und das Spiel offen gestaltete.

Lewandowski erlöst die Bayern

Erst in der Schlussphase der Halbzeit drehten die Münchner wieder auf. Lewandowski behielt vom Elfmeterpunkt nach einem Handspiel des ehemaligen Bundesligaprofis Andrés Guardado die Nerven.

In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Die Münchner spielten oft zu kompliziert und ungenau, Eindhoven lauerte auf Konter und ließ zunächst wenig zu. Erst Lewandowski fand eine Lücke und traf zum 2:1.

Vor 46.283 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park war Gladbach zu Beginn Herr im Haus. Nach zuletzt 0:6 Toren aus vier Bundesliga-Spielen trat der VfL lauffreudig und mutig an, drückte mit Vehemenz und ließ dem ungeschlagenen Tabellenführer der schottischen Liga kaum Platz. Schon nach sechs Minuten hatte die Borussia drei Eckbälle auf dem Konto, agierte vor dem Tor aber zu hektisch.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Schotten mutiger, ermöglichten der Borussia aber auch Platz für Konter. Prompt kamen die Hausherren zu Chancen. Viel Glück hatte Gladbach, als bei einem Schlenzer von Scott Sinclair der Innenpfosten für den schon geschlagenen Yann Sommer rettete (24.).

Als Celtic immer besser in die Partie kam, schlug die Borussia zu: Hazard flankte in den Rücken der Hoops-Abwehr, wo Stindl den Ball direkt nahm und aus zehn Metern zur Führung traf. Auch im zweiten Durchgang versteckten sich die Schotten keineswegs, die besseren Möglichkeiten hatte aber Gladbach. Das bekannte Problem blieb die Chancenverwertung.

sid

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