Im Berliner Olympiastadion stehen sich heute die Rivalen der vergangenen Jahre gegenüber

DFB-Pokalfinale - Wieder heißt es: Bayern gegen BVB

Die ewigen Rivalen: Bayern München mit Thomas Müller und Borussia Dortmund mit Mats Hummels (unten) treffen heute im Pokalfinale aufeinander. Wer wird jubeln? Fotos:  dpa

Der Meister gegen den Vizemeister – besser kann ein Pokalfinale nicht besetzt sein. Heute kommt es zu einem Duell, das in den letzten Jahren den deutschen Fußball geprägt hat.

Das Pokalfinale: Samstag, 20 Uhr, ARD

Wieder heißt es im Berliner Olympiastadion FC Bayern München gegen Borussia Dortmund. Eine Begegnung, die von den Agenturen kurzerhand die Bezeichnung Giganten-Gipfel verpasst bekommt. Der deutsche Classico, wie Bayern-Torwart Manuel Neuer schwärmte. Keine Frage, in dieser Partie steckt erneut jede Menge Brisanz. Ein Überblick:

Die Vergangenheit

Zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren stehen sich Bayern und BVB in einem Endspiel gegenüber. Die Borussen denken gern an das 5:2 im Jahr 2012 zurück, die Bayern an das 2:0 nach Verlängerung zwei Jahre später. Nicht zu vergessen das Finale in der Champions League 2013, als Arjen Robben kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer für die Bayern erzielte. Legendär war das Pokal-Halbfinale im vergangenen Jahr, als die Münchner beim Elfmeterschießen reihenweise auf dem Hosenboden landeten. Für den FC Bayern geht es im Übrigen um das elfte Double und den 18. Pokalsieg. Der BVB hat drei Pokalsiege auf dem Konto.

Die Trainer

Wer tüftelt die bessere Taktik aus? Wer hat das glücklichere Händchen? Das Pokalfinale ist auch ein Duell der Trainer. Wobei Pep Guardiola deutlich mehr unter Beobachtung steht. Für den 45-jährigen Katalanen ist es das 161. und zugleich letzte Spiel als Bayern-Trainer. Nach dem Aus in der Champions League ist das Double nach Münchner Denkart nun Pflicht. Weniger Druck dürfte hingegen Thomas Tuchel (42) verspüren. Der Pokalsieg wäre das i-Tüpfelchen auf seiner ersten und durchaus erfolgreichen Saison beim BVB. Es ist Tuchels erstes großes Endspiel, und es wäre sein erster Titel im Profigeschäft.

Der Seitenwechsler

Und dann gibt es die Personalie Mats Hummels (27). Natürlich will der zukünftige Münchner noch mal alles für den BVB geben. Pikant wäre es trotzdem, wenn es zum Elfmeterschießen käme. Vor 32 Jahren gab es eine ähnliche Situation. Damals scheiterte der Gladbacher Lothar Matthäus vom Punkt, der FC Bayern, Matthäus’ künftiger Arbeitgeber, wurde Pokalsieger. An solche Szenarien verschwendet der Verteidiger keine Gedanken. „Ich will die Bayern schlagen, so lange ich hier bin“, sagt er. Eine Aussage wird den Noch-Dortmunder gewurmt haben. Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Hummels öffentlich geraten, noch einmal alles für den BVB zu geben. Als wäre das nicht eine Selbstverständlichkeit.

Die Pechvögel

Als Marco Reus 2012 nach Dortmund kam, wollte er Titel gewinnen. Was Meisterschaft, Pokal und Champions League anbelangt, ist der 26-Jährige aber der sechsfache Vize-Reus. Die Pechsträhne soll nun enden. Auf Bayern-Seite gibt es aktuell auch einen Pechvogel. Mario Götze wird das Finale wegen eines Rippenbruchs verpassen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.