Dominoeffekt beim Trainerwechsel: Wenn einer geht, müssen viele handeln

Der Dominoeffekt bei den Trainern: Markus Weinzierl, Dirk Schuster, Norbert Meier, Rüdiger Rehm, Oliver Zapel und Jörn Großkopf (von links). Archivfotos: dpa/Montage: Rusche

Kassel. Mit dem Rausschmiss von Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg wurde der dritte Trainer in der Fußball-Bundesliga in dieser Saison entlassen. Vorher mussten schon der Bremer Viktor Skripnik und Bruno Labbadia beim Hamburger SV ihre Plätze räumen.

Bereits vor der Spielzeit drehte sich das Trainerkarussell rasant. Was für einen einzelnen Klub eine Personalentscheidung ist, hat aber auch Konsequenzen für andere Vereine. Ein Beispiel aus diesem Jahr: Sechs Trainer, sechs Vereine. Eine Entlassung im Oberhaus und die Auswirkungen reichen bis in die Regionalliga.

Markus Weinzierl

Nachdem auf Schalke ein neuer Manager seinen Dienst aufgenommen hat, kam auch ein neuer Trainer. André Breitenreiter musste die Knappen aus Gelsenkirchen bereits nach einer Saison wieder verlassen. Sein Nachfolger: Markus Weinzierl. Als Ablöse soll der Klub für den Trainer rund drei Millionen Euro bezahlt haben, melden verschiedene Medien.

Dass ein Wechsel nicht immer eine positive Wirkung hat, zeigt sich bei all den Klubs, die vor der Saison den Trainer ausgetauscht haben. War Schalke am Ende der vergangenen Saison noch Fünfter, so liegt der Ruhrgebietsverein nach dem siebten Spieltag auf Rang 16.

Dirk Schuster

Weinzierls Nachfolger beim FC Augsburg ist Dirk Schuster. Dreieinhalb Jahre lang war er Trainer der Darmstädter Lilien. Dirk Schuster wollte den Wechsel und bat seinen Verein um Vertragsauflösung, auch Augsburg zahlte eine unbekannte Ablösesumme. Bisher hat sich Augsburg in der Tabelle ebenfalls nicht steigern können.

Norbert Meier

Mit dem Weggang von Dirk Schuster zum FC Augsburg wurde der Posten des Übungsleiters bei Darmstadt 98 frei. Diesen bekam Norbert Meier. Auch der 57-Jährige musste aus seinem Vertrag freigekauft werden. Die Ablöse an Arminia Bielefeld ist ebenfalls unbekannt. In der Tabelle steht der SV Darmstadt nun einen Platz schlechter da als vor dem Trainerwechsel.

Rüdiger Rehm

Das Karussell also dreht sich weiter: Jetzt benötigte die Arminia aus Bielefeld neues Personal. Und ja: Sie fand einen neuen Chef - in Rüdiger Rehm. Und auch dieser Trainer war gebunden, musste von der SG Sonnenhof Großaspach (Baden-Württemberg) abgeworben werden. Derzeit läuft es aber für Bielefeld und den neuen Coach alles andere als gut. Im Vergleich zum letzten Spieltag der abgelaufenen Saison hat sich der Klub um fünf Plätze verschlechtert. Rehms Trainerstuhl wackelt.

Oliver Zapel

Nun war also Großaspach an der Reihe. Die Trainer-Wahl fiel auf Oliver Zapel. Der 48-Jährige war vorher in der Regionalliga Nord beim SV Eichede tätig. Im März hatte Zapel dort erst verlängert, doch der Ruf in Liga drei war stärker. Derzeit ist das Team in der Tabelle sechs Plätze schlechter als zuvor.

Jörn Großkopf

Bei der SV Eichede war nun der letzte Dominostein gefallen. Auch hier musste nun kurzfristig ein neuer Trainer her. Es ist Jörn Großkopf. Er hatte 2013 die Fußballlehrerprüfung absolviert und trainierte unter anderen drei Jahre lang die U 23 des FC St. Pauli - und bis 2013 den KSV Hessen Kassel.

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