Ein Blick zurück auf den Weg der Nationalmannschaft

Elfmeterdrama und viel Handball: 20 Dinge, die von der deutschen Elf bleiben

Jubelschrei nach dem 18. Elfer: Jonas Hector entscheidet das Drama gegen Italien und Torhüter Gigi Buffon.

Drama und Freude, rätselhafte und heldenhafte Spieler, unnütze Schlagzeilen und die Rettung des Jahres: Wir blicken zurück auf die Spiele der deutschen Elf während der Fußball-EM 2016.

Das erste Tor: Wenn es um besondere Geschichten geht, dann ist Shkodran Mustafi nicht weit. Erstes Spiel gegen die Ukraine, Flanke Toni Kroos – und wer trifft per Kopf? Der Innenverteidiger aus Bebra, der nach dem Aus von Antonio Rüdiger und dem Ausfall von Mats Hummels in die erste Elf rückte.

Die Rettungstat des Jahres: Jerome Boateng verhindert gegen die Ukraine ein Eigentor mit einer artistischen Einlage. Eins plus mit Sternchen für solch einen Einsatz.

Schweinsteigers Solo: Welch ein Blitzeinsatz des Kapitäns. Bastian Schweinsteiger kommt für die letzten paar Minuten gegen die Ukraine, es steht 1:0. Und dann ein Konter, Schweinsteiger läuft in Position, er läuft und läuft, dann passt Mesut Özil zu ihm, Schweinsteiger trifft – 2:0. Und dann läuft er und läuft er.

Die Internet-Aufregung über Löws Griff in den Schritt: Jedes Wort darüber ist eins zu viel.

Langeweile gegen Polen: 0:0 – jedes Wort darüber ist eins zu viel.

Die vergebenen Chancen gegen Nordirland: 28 Torschüsse, ein Tor von Mario Gomez. Das Spiel gegen Nordirland ist eines, was das deutsche Problem verdeutlicht: Kaum einer trifft, schon gar nicht Thomas Müller. Aber: Gruppenerster.

Das Bangen um Boatengs Wade: Spielt er? Spielt er nicht? Das war eine Frage, die sich durch das ganze Turnier zog. Er spielte – immer von Anfang an.

Boatengs erstes Länderspieltor: Das Achtelfinale gegen die Slowakei ist Boatengs 63. Länderspiel. In Minute acht erzielt er sein erstes Tor. Jerome Boateng ist auf dem Weg, Spieler des Turniers zu werden.

Draxlers Gala: Mann des Spiels beim 3:0 gegen die Slowakei ist aber ein anderer: Julian Draxler, der wirbelt und tut – und das 3:0 erzielt.

Boatengs Handspiel: Nach dem 1:0 durch Mesut Özil sieht alles nach einem Sieg im Viertelfinale gegen Italien aus. Dann aber gibt Boateng den Balletttänzer im Strafraum. Hand. Elfmeter. 1:1. Verlängerung. Elfmeterschießen.

Das Elfmeterdrama gegen Italien: Nach je fünf Schützen steht es 2:2, unfassbar. Müller verschießt mal wieder, Özil verschießt mal wieder, Schweinsteiger kann alles klarmachen. Drüber! Und so geht es weiter und weiter.

Der letzte Schuss gegen Italien: Der 18. Schütze im Elfmeterdrama heißt Jonas Hector, der Kölner hat als Profi noch nie einen Elfmeter geschossen, er läuft an, Italiens Torwart Gigi Buffon taucht ab, er ist am Ball, muss ihn aber passieren lassen. Tooooooor.

Der erste Sieg gegen Italien in einem großen Turnier. Geht doch.

Scholls Gehirnschluckauf: Einer ist trotz des Sieges gegen Italien auf 180. ARD-Experte Mehmet Scholl kritisiert Scout Urs Siegenthaler und die Defensiv-Taktik gegen Italien. Später spricht er von Gehirnschluckauf, bleibt aber bei seiner Kritik an der Taktik.

Das Rätsel Thomas Müller: Bei Weltmeisterschaften trifft er immer. Aber warum noch nicht einmal bei einer EM?

Der Ärger über eine Gelbsperre: Sami Khedira ist verletzt, Mario Gomez auch, beide fallen fürs Halbfinale aus – wie Mats Hummels. Er kassierte gegen Italien seine zweite Gelbe. Die erste Verwarnung war ein Witz, die zweite strittig. Ergibt trotzdem: eine Sperre.

Schweinsteigers Handspiel: Ein Pfiff im Halbfinale gegen Frankreich. Wird wohl der Halbzeitpfiff sein, oder? Was macht der Schiri da? Er gibt Elfmeter? Die Zeitlupe zeigt, warum: Schweinsteigers Hand ist am Ball. Oh nein! Antoine Griezmann verwandelt – 0:1.

Boatengs Aus: Nun also doch. Boateng kann nicht mehr. Verletzt. Aus in Halbzeit zwei gegen Frankreich. Wie bitter.

Der K.o.: Joshua Kimmich patzt, Shkodran Mustafi lässt sich austanzen, Manuel Neuer faustet nicht energisch genug, Antoine Griezmann steht bereit – 0:2. Wieder Griezmann.

Die Enttäuschung: Irgendwie bleibt das Gefühl: Da war mehr drin.

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