Schweizer rechnet mit UEFA ab

Favre kritisiert EM-Niveau: „Unfassbar langweilig, ein Horror“

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Der Schweizer Lucien Favre rechnet mit der UEFA ab.

Berlin - Es ist nicht die erste Kritik an der Aufstockung auf 24 Teams. Doch der ehemalige Trainer von Mönchengladbach drückt es drastischer aus als andere.

Update: Hier gibt es den Live-Ticker zum EM-Finaltag.

Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre hat heftige Kritik am Niveau der Fußball-Europameisterschaft geübt. „Vor allem die Gruppenphase war unfassbar langweilig, ein Horror“, sagte der Schweizer in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Ihn habe die Flut der Spiele gestört, in denen kaum einmal Begeisterung und Spannung erzeugt worden sei. „Die Qualität war einfach zu schlecht“, stellte der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC fest.

Es geht nur noch um "Business, Business, Business!“

Die Schuld daran trägt nach Ansicht von Favre die Europäische Fußball-Union (UEFA), die das Teilnehmerfeld um acht Teams aufgestockt hatte. „Wenn die UEFA eine EM mit 24 Mannschaften spielen lässt, hat das bestimmt wirtschaftliche Vorteile. Aber dem Spiel schadet es“, erklärte Favre. „Die Spieler sind an ihrem Limit. Vor allem mental.“

An eine Abkehr vom neuen Turniermodus glaubt der Schweizer nicht. „Es geht ja seit Jahren nicht mehr um das Spiel, sondern nur noch um Business, Business, Business!“, sagte Favre, der in der kommenden Saison den französischen Erstligisten OGC Nizza betreut.

dpa

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