Schützenfest

EM-Quali: DFB-Frauen fertigen Türkei ab

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Schossen gemeinsam fünf Tore gegen die Türkei: Melanie Behringer, Simone Laudehr und Celia Okoyino da Mbabi.

Duisburg - Die DFB-Frauen haben die EM-Qualifikation mit einem Torfestival abgeschlossen. Nach dem Sieg über die Türkei geht es für die Mannschaft ungeschlagen zur Europameisterschaft nach Schweden.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft fährt mit einer fast makellosen Bilanz als ungeschlagener Titelverteidiger zur Fußball-Europameisterschaft im kommenden Sommer nach Schweden. Mit dem 10:0 (3:0)-Schützenfest gegen die Türkei feierte die DFB-Elf am Mittwoch in Duisburg zum Abschluss der EM-Qualifikation den neunten Sieg im zehnten Spiel. Das Torverhältnis von 64:3 spricht Bände.

Wie schon am vergangenen Samstag beim 7:0 in Kasachstan eröffnete Toptorjägerin Celia Okoyino da Mbabi (17.) den Torreigen gegen die klar unterlegenen Türkinnen. Anja Mittag (24.) und Simone Laudehr (45.+1/Handelfmeter) sowie Melanie Behringer (52./60./Foulelfmeter), Martina Müller (72./86./90.+2), erneut Okoyino da Mbabi (74.) und Fatmire Bajramaj (85.) nach dem Wechsel schraubten das Ergebnis vor nur 6467 Zuschauern in der Arena mühelos in die Höhe. Nach einer Stunde war das Team von Trainer Ögün Temizkanoglu zudem nur noch zu Zehnt, weil Seval Kirac nach ihrem Foul an Okoyino da Mbabi im Strafraum Gelb-Rot sah.

Celia Okoyino da Mbabi: Bilder unseres Fußball-Sonnenscheins

Celia Okoyino da Mbabi: Bilder unseres Fußball-Sonnenscheins

Gegen den sieglosen Tabellenletzten der Qualifikationsgruppe 2, der von einigen hundert türkischen Fans aus dem Revier unterstützt wurde, bot Neid exakt die Startelf der Partie in Karaganda vier Tage zuvor auf. Vor dem Duell wurde Stürmerin Inka Grings, die vor einigen Wochen nach 96 Länderspiele ihren Rücktritt aus der deutschen Auswahl erklärt hatte, von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mit einem Blumenstrauß offiziell verabschiedet. Zudem erhielt Okoyino da Mbabi die Auszeichnung als Fußballerin des Jahres. Wie verdient die Ehrung ist, zeigt ihre Torquote. Allein in der EM-Qualifikation traf die Angreiferin aus Bad Neuenahr 17 Mal.

Wie schon die defensiven Kasachinnen war auch die türkische Auswahl allein darauf bedacht, nicht im Angriffswirbel der Deutschen unterzugehen und igelte sich hinten ein. Entsprechend schwer taten sich die deutschen Offensivkräfte, den Abwehrriegel zu knacken. Gleichwohl erspielte sich die Neid-Elf wieder zahlreiche klare Chancen, von denen sie vor der Pause aber nur drei nutzen konnte. Oft fehlte der letzte Zug zum Tor, ein wenig Konzentration im Abschluss oder es war noch ein türkisches Abwehrbein dazwischen.

In der zweiten Hälfte ging der Gastgeber etwas zielstrebiger zu Werke. Kim Kulig kam für Viola Odebrecht und zeigte im Mittelfeld viel Präsenz, scheiterte aber mit einem weiteren Foulelfmeter in der 78. Minute an der türkischen Torfrau Fatma Sahin.

Behringer hatte Sahin zu Beginn des zweiten Durchgangs mit einem schönen Schlenzer in den Winkel keine Chance gelassen und dann per Strafstoß auf 5:0 erhöht. Die eingewechselte Müller (3), Okoyino da Mbabi und Bajramaj stellten dann den Einstand gegen die zum Schluss völlig einbrechenden Türkinnen her.

dpa