Weltmeister zur Mini-Krise des FC Bayern

Müller: "Wir gewinnen nicht, und schon ist Feuer unterm Dach"

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Thomas Müller beim Unentschieden gegen den 1. FC Köln.

München - Thomas Müller empfindet die Debatte über eine Krise beim FC Bayern nach zwei Pflichtspielen ohne Sieg als übertrieben - und setzt auf Carlo Ancelotti.

Fußball-Weltmeister Thomas Müller erstaunt das aufkommende Krisengerede um den FC Bayern München nach zuletzt zwei sieglosen Spielen. „Mit unserem neuen Trainer haben wir beim FC Bayern die ersten acht Pflichtspiele gewonnen, zuletzt zweimal nicht, und schon ist wieder Feuer unterm Dach“, sagte der 27 Jahre alte Offensivspieler im Kicker-Interview (Donnerstag).

Auf die Frage nach möglichen Motivationsproblemen des deutschen Serienmeisters, der die Tabelle seit dem ersten Spieltag anführt, antwortete Müller: „Eine Ausbeute von 16 Punkten nach sechs Spieltagen lässt nicht unbedingt auf eine schöpferische Pause schließen.“ Die Bayern hatten vor der aktuellen Länderspielpause in der Champions League 0:1 bei Atlético Madrid verloren und in der Liga nur 1:1 gegen den 1. FC Köln gespielt

Im Gegensatz zu Vorgänger Pep Guardiola strahlt Carlo Ancelotti als Trainer mehr Ruhe und Gelassenheit aus. Die Art des Italieners „in Krisenmomenten“ sei gut und positiv, betonte Müller, „weil Ancelotti keine Unruhe aufkommen lässt und die Mannschaft bestärkt. Aber wenn es einmal nötig sein sollte, vertragen wir als Mannschaft natürlich auch einen Tritt in den Hintern.“

Müller erstaunen auch die Diskussionen um seine angebliche Torquote. In der Bundesliga steht bei ihm nach fünf Einsätzen noch eine Null. Er verwies aber auf seine Treffer in Supercup, Champions League und der Nationalmannschaft. Beim 3:0-Auftaktsieg der DFB-Elf in der WM-Qualifikation in Norwegen hatte Müller sogar doppelt getroffen und damit seine tatsächliche Tormisere bei der Europameisterschaft in Frankreich überwunden.

dpa

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