Hamburg als Negativbeispiel

Frankfurt-Vorstand warnt vor Investoren-Einfluss in der Bundesliga

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Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

Frankfurt/Main - An der 50+1-Regel scheiden sich die Geister. Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann warnt vor weiterem Investoren-Einfluss in der Bundesliga und nennt den HSV indirekt als Negativbeispiel.

Eintracht Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann hat die deutschen Bundesliga-Clubs vor einer vorschnellen Öffnung für einflussreiche Investoren gewarnt. „Ich sage allen, die schnell einer Lockerung der 50+1-Regel das Wort reden: Guckt euch die Investorenmodelle im europäischen Fußball ganz genau an. Wenn wie bei einigen Vereinen in Italien und England die Finanzierungskosten für den Kauf des Clubs diesem aufgebürdet werden und das laufende Geschäft belasten, dann begrenzt das auf Sicht das sportliche Wachstum und schafft überdies große Abhängigkeiten“, sagte der Jurist der Frankfurter Rundschau in einem Interview (Freitag).

Ohne Namen zu nennen, kritisierte Hellmann auch indirekt das Modell des Bundesliga-Rivalen Hamburger SV, der sich in eine große Abhängigkeit von seinem Geldgeber Klaus-Michael Kühne begeben hat. „Ich warne vor Modellen, die einen Club in den Abgrund reißen können, etwa wenn Einzelpersonen als Investoren Einfluss auf das operative Geschäft nehmen. Beispiele gibt es hier ja auch in der Bundesliga“, sagte der 45-Jährige. Es sei „sehr schwer, die Fluttore wieder zu schließen, die einmal geöffnet wurden. Das Wegwischen von 50+1 bedeutet am Ende nicht zwangsläufig, dass es dem Fußball oder der Eintracht dann besser gehen würde. Das ist ein Trugschluss.“

SID

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