Die kuriose Seite der EM

Huh, on fire und Zaza: Das EM-ABC in 26 Wörtern

+
Diese EM ist viel mehr als das Finale Frankreich gegen Portugal.

München - Viele Bilder dieser EM bleiben im Gedächtnis: Gareth Bales Tochter, Islands Jubel, deutsche Handspiele, Selfies mit Ronaldo und ein Lied. Das ABC der Europameisterschaft.

Update: Hier gibt es den Live-Ticker zum EM-Finaltag.

Diese EM ist viel mehr als das Finale Frankreich gegen Portugal. Die besten Geschichten und Szenen aus 31 Turnier-Tagen, erzählt in 26 Wörtern.

A - wie Ausverkauft: Der Hype um Island bringt auch den kleinen italienischen Ausrüster ins Schwitzen. Vor dem Viertelfinale ist kein Trikot des Sensationsteams mehr erhältlich.

B - wie Bright Future: In England wird vor der EM mal wieder eine leuchtende Zukunft ausgerufen. Ergebnis: Aus im Achtelfinale. Gegen Island. Eine der größten Pleiten in der Geschichte der Three Lions.

C - wie Chamäleon: Mit dieser Taktik bringt Antonio Conte Italien bis ins Viertelfinale. Wie ein „Chamäleon“ soll sich sein Team immer wieder Gegner, Taktik und Spielweise anpassen.

D - wie Diolch: „Diolch - Merci“ - weiß auf rot bedankt sich das walisische Team nach dem Halbfinal-Aus bei ihren alten und allen neuen Fans. Gareth Bale & Co. schreiben eine märchenhafte Story.

E - wie Eier: Körperteile, an denen sich laut Lukas Podolski 80 Prozent der Männer mal „kraulen“ (nicht zu verwechseln mit -> Fehlgriffe).

F - wie Fehlgriffe: Die ersten zwei von nur drei Gegentoren kassiert das deutsche Team per Elfer nach grotesken Handspielen. Der Spott lässt nicht lange auf sich warten: Handball-EM war doch schon. Und Jogi Löw...ach siehe "E".

G - wie Griezmann: Der EM-Spieler mit den meisten Partien in der vergangenen Saison. Der Spieler mit den meisten Toren bei einer EM nach Platini. Mit 25 der Anführer der neuen Generation Griezman.

H - wie Huh: Ist es ein altes Wikinger-Ritual? Selbst Islands Spieler sind sich unsicher. Die von einem Fanclub erfundene Klatschchoreo geht um die Welt (-> Nachahmer).

I - wie Iren: Egal ob Iren oder Nordiren (-> Will Grigg) - die Fans von der Insel erobern die Herzen in Frankreich. Highlight: Das Schlaflied für ein kleines Baby in der Metro.

J - wie Jogginghose: Sie ist längst schon Kult und jetzt auch auf der EM-Bühne bekannt: Die graue Schlabberhose von Ungarns Keeper Gabor Kiraly - nun ältester Spieler der EM-Geschichte.

K - wie Kinderfreude: Alba Violet verzaubert. Wie das Töchterchen mit Gareth Bale tanzt, erwärmt selbst Herzen von Fußball-Puristen. Nicht bei der UEFA - Kinderverbot auf dem Platz.

L - wie Last Minute: Wer spät einschaltet, hat in der Vorrunde häufig wenig verpasst. Insgesamt fallen bis zum Finale zehn Treffer in der Nachspielzeit.

M - wie Mikrofon: Beim Entspannungsspaziergang stört Cristiano Ronaldo besser niemand. Das bekam ein TV-Reporter zu spüren. Eine aufdringliche Frage - und schwupps, landete sein Mikro im Teich.

N - wie Nachahmer: Die Kopie ist selten besser als das Original - auch bei der EM. Unter anderem die französischen Fans übernahmen die „Huh“-Klatschchoreo Islands - mäßig originell.

O - wie Oldie: Nicht nur Kiraly (->Jogginghose) überzeugt im hohen Alter. Auch andere Routiniers wie Gianluigi Buffon oder Andrea Barzagli sind noch topfit.

P - wie Pariser: Hoffentlich stelle der Schweizer Ausrüster keine Kondome her, spottet Xherdan Shaqiri. Gleich sieben Trikots zerreißen im Spiel gegen Frankreich - eine Blamage für Puma.

Q - wie Quaresma: Für einen echten Hingucker vor dem Finale sorgt Portugals Ricardo Quaresma: Er lässt sich ein blondes Blumen-Muster auf den Schopf färben, sein Trainer bezeichnet es „als Kunstwerk“.

R - wie Rasen: Der Bodenbelag in einigen EM-Stadien sorgt immer wieder für Probleme. Abschlusstrainings müssen verlegt werden, in Lille wird der Rasen sogar mitten im Turnier ausgetauscht.

S - wie Selfie: Das Bild mit dem Star hat längst das Autogramm abgelöst. Ein Foto auf dem Spielfeld ist hingegen eine ganz neue Mode - die Cristiano Ronaldo gleich zweimal klaglos über sich ergehen ließ.

T - wie Traumtore: Ronaldo mit der Hacke, Shaqiri per Fallrückzieher, Hamsik von halblinks, Payet zur Eröffnung - auch diese EM liefert zahlreiche erinnerungswürdige Treffer.

U - wie Umtiti: Der 22-Jährige wird in Frankreichs EM-Kader berufen, ohne ein Länderspiel absolviert zu haben. Debüt im Viertelfinale - überzeugend, zweiter Einsatz gegen Weltmeister Deutschland.

V - wie Verflixt: Albanien erlebt das bitterste EM-Aus. Der Debütant schafft es auf Gruppenplatz 3, der für vier von sechs Teams noch zum Weiterkommen reicht. Doch nach drei Tagen Warten heißt es: Heimreise.

W - wie Will Grigg: Keine Minute für Nordirland auf dem Feld - und doch bei jedem Frankreich-Besucher als Lied im Ohr. „Will Grigg's on Fire“ wurde zu dem Kulthit der EM.

X - wie Xhaka: Xhaka - und das gleich doppelt: Erstmals standen sich Brüder in einem EM-Spiel gegenüber. Granit für die Schweiz, Taulant für Albanien.

Y - wie Youngster: Emre Mor, Renato Sanches, Raphaël Guerreiro, Joshua Kimmich - zahlreiche Top-Talente kommen bei ihrem ersten Turnier gleich groß raus.

Z - wie Zaza: Skurille Trippelschritte und ein Schuss in den Nachthimmel: Für seinen kurios vergebenen Elfmeter gegen Deutschland erntet Italiens Stürmer Simone Zaza Spott und Häme im Internet.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.