Der Tag nach dem Halbfinale

EM-Ticker: Boateng verabschiedet sich emotional in den Urlaub

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Sinnbildlich für den Einsatz der Deutschen: Am Ende reichte es halt einfach nicht mehr. Jerôme Boateng wird durch die Verletzung bei der EM möglicherweise einen schmerzhaften Urlaub haben.

Paris - Nach dem EM-Aus leckt Deutschland seine Wunden. Das DFB-Team ist mittlerweile wieder in Deutschland angekommen. So langsam gehen die Blicke aber auch auf das Finale Portugal gegen Frankreich. Alle Infos im Live-Ticker.

Damit Sie zum EM-Finale 2016 perfekt vorbereitet sind, gibt es hier unser Euro-rundum-sorglos-Paket: Hier erfahren Sie, wo Sie das Endspiel der EM zwischen Portugal und Frankreich live im TV und im Stream verfolgen können. Sollten Sie unterwegs sein, können Sie einfach auf unseren Live-Ticker vom EM-Final-Tag klicken. In einem Portrait stellen wir Ihnen Portugals Superstar Cristiano Ronaldo vor und machen zu Quoten, Statistik und Aufstellung des Finalspiels den Faktencheck. Wer im Kader von Frankreich und im Kader von Portugal ist, finden Sie hier.

Auch am Samstag halten wir Sie mit allen Informationen rund um Fußball-EM in Frankreich.

20.30 Uhr: Für Jerôme Boateng wird diese EM wohl zumindest gesundheitlich noch länger dauern. Denn der Abwehrboss der Deutschen kämpfte sich mit hartnäckigen Problemen bis ins Halbfinale und wollte auch gegen Frankreich als gar nichts mehr ging erstmal nicht vom Platz. Via Facebook bedankte er sich nun bei allen Fans für ihren Support. An dieser Stelle einen schönen Urlaub und viel Erholung für den besten Nachbarn dieser EM:

17.34 Uhr: Bleibt Joachim Löw dem DFB-Team als Bundestrainer erhalten? „Ich persönlich und wir alle beim DFB sind zuversichtlich, dass das geschehen wird“, sagte der DFB-Chef Reinhard Grindel. Für Löw erbat er eine gewisse Auszeit, bevor der Coach das Frankreich-Spiel, die Turnierleistung insgesamt und auch seine eigene Situation analysieren werde. „Es gibt nichts zu spekulieren und nichts zu interpretieren, sondern nur zu akzeptieren, dass der Bundestrainer bittet, ein paar Tage Ruhe zugebilligt zu bekommen“, erklärte Grindel.

17.05 Uhr: Joachim Löw hatte am Donnerstagabend an der Seitenlinie viel zu durchleiden - und hatte dabei durch seine Mimik und Gestik so einiges geboten. Bei einer Szene, in der sich Löw beide Hände ins Gesicht schlug, wurden viele Zuschauer an ein ganz bestimmtes Gemälde des norwegischen Künstlers Edvard Munch erinnert - an "Der Schrei":

17.01 Uhr: Die UEFA hat sich Änderungen am umstrittenen Turniermodus mit erstmals 24 Teams offen gehalten. „Das Problem dieses Formats ist, dass zwischen Gruppenphase und Achtelfinale eine Phase entsteht, in der man die drittplatzierten Teams einfügen muss“, sagte Turnierdirektor Giorgio Marchetti am Freitag im Stade de France. „Aber man weiß vorher nicht, wer diese drittplatzierten Teams sind.“

Erstmals hatten sich in Frankreich auch die vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale qualifizieren können. Da diese vier Teams endgültig erst mit Ablauf der Gruppenphase feststehen, hatte beispielsweise Albanien bis zuletzt auf den Sprung in die nächste Runde gehofft, ihn letztlich aber nicht geschafft. Dafür hatten die Albaner ihre Rückkehr in die Heimat um einige Tage hinausgezögert.

„Es gibt also Dinge, die wir verbessern können“, sagte der Italiener. Auch an der kommenden EM-Endrunde 2020 werden 24 Teams teilnehmen. Für das Turnier 2024 wollte die UEFA eine weitere Aufstockung auf 32 Teams zumindest nicht kategorisch ausschließen. „Wir haben sicher mehr als 32 wettbewerbsfähige Teams in Europa“, sagte Interims-Generalsekretär Theodore Theodoridis. „Aber ein Format mit 32 Mannschaften würde die Qualifikationsspiele überflüssig machen. Also müssen wir immer ausbalancieren, was am meisten Sinn macht.“

16.56 Uhr: Auch, wenn das DFB-Team nicht mehr dabei ist: In Deutschland werden sich Fußballfans am Sonntag natürlich auch das Finale der EM 2016 im Fernsehen ansehen. Die UEFA rechnet weltweit mit mehr als 300 Millionen Zuschauern. Das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien hatte mehr als 200 Millionen Zuschauer an die Bildschirme gelockt.

16.43 Uhr: Das ist bei all den aktuellen Doping-Fällen in anderen Sportarten doch eine wunderbare Nachricht: Bei der EM in Frankreich ist bislang kein Spieler des Dopings überführt worden. Das teilte die UEFA am Freitag, zwei Tage vor dem Finale zwischen Portugal und Frankreich, mit. Bei den Wettkampfkontrollen seien bisher 414 Proben (Blut, Urin und Serum) genommen worden. Insgesamt führten die Dopingjäger seit dem 1. Januar 1878 Kontrollen durch.

16.37 Uhr: Die deutschen Kicker sind ja mittlerweile wieder in Deutschland angekommen, ein Teil der Mannschaft landete am Freitag gegen 14 Uhr in München. Die Ankunft der DFB-Stars sehen Sie im Video oben.

16.36 Uhr: Das ZDF ist zufrieden mit dem Einsatz von Oliver Kahn als TV-Experte. „Oliver Kahn ist jeden Euro wert, den er bei uns verdient hat“, sagte Intendant Thomas Bellut am Freitag in Mainz. Mit Blick auf Kahn und Sportmoderator Oliver Welke sagte Bellut, er sei sehr glücklich mit der Arbeit der „doppelten Ollis“. 

Verletzter Boateng bei Mull - "Saisonstart in Gefahr"

16.19 Uhr: Oje, das klingt gar nicht gut. Nach seiner Rückkehr aus Frankreich ist Jerome Boateng mit Dr. Müller-Wohlfahrt direkt in dessen Praxis gefahren. Die ersten Informationen zur Schwere der Verletzung Boatengs machen nicht gerade Mut.

16.11 Uhr: Die EM ist für die deutsche Nationalmannschaft beendet. Doch wer war während des Turniers top, wer ein Flop? Das haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

15.47 Uhr: 

Rund 3,6 Millionen Menschen haben bis kurz vor dem Abschluss der EM die Fanzonen des Landes besucht. Das teilte die UEFA am Freitag auf ihrer Abschluss-Pressekonferenz im Stade de France in Saint-Denis mit. Mit insgesamt 285.000 Menschen verteilt auf alle zehn Fanzonen war der Donnerstagabend mit dem Halbfinale zwischen Gastgeber Frankreich und Weltmeister Deutschland (2:0) der Tag mit den meisten Besuchern.

Zudem seien 11 264 142 Tickets für das Turnier angefragt worden, sagte ein UEFA-Sprecher. Mit rund 40 Prozent kamen die meisten dieser Anfragen aus Frankreich gefolgt von Deutschland und England (jeweils 13,85 Prozent). Die Stadien waren während der bisher 50 gespielten Partien zu mehr als 99 Prozent ausgelastet. An diesem Sonntag (21.00 Uhr/ARD) folgt noch das Finale zwischen Portugal und Frankreich.

15.37 Uhr: Die EM 2016 in Frankreich war für die UEFA eine Goldgrube. Insgesamt nahm der Verband für das Turnier 1,93 Milliarden Euro ein, was im Vergleich mit der Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine eine Steigerung von 34 Prozent bedeutet. Die Zahlen gab die UEFA am Freitag, zwei Tage vor dem Finale zwischen Portugal und dem Gastgeber am Sonntag (21 Uhr/ARD) in St. Denis bekannt. Ausgegeben wurden nur 1,1 Milliarden Euro (830 Millionen in 2012). Für die EM seien 100.000 Arbeitsplätze geschaffen worden, 25.00 davon blieben auch nach der EURO bestehen. In die französische Wirtschaft flossen 1,2 Milliarden Euro.

15.31 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft ist mittlerweile wieder in Deutschland angekommen. In einem kurzen Statement am Flughafen München sagte Mario Gomez: "Auf der einen Seite sind wir traurig, dass wir wieder hier sind in Deutschland, denn eigentlich wollten wir bis Montag in Frankreich bleiben. Aber ich glaube, es hat viel Spaß gemacht - nicht nur den Spielern, sondern auch den Leuten. Ich habe es gestern schon gesagt: Eigentlich kann man nur der Mannschaft ein Kompliment machen, den Leuten, dass sie uns so großartig unterstützt haben. Im Stadion war eine bombastische Stimmung. Man kann nicht immer gewinnen, man muss auch die Niederlage akzeptieren. Frankreich hat gestern zwei Tore gemacht und ist deshalb auch verdient ins Finale gekommen."

15.19 Uhr: Sehr gut: Der Postillon hat sich einmal mehr kreativ gezeigt und dem DFB den Entwurf eines neuen Trikots "unterstellt". Auf einem getweeteten Bild zu sehen: Boateng, Schweinsteiger und Müller, die in Zwangsjacken freundlich in die Kamera lächeln. "Heute Morgen stellte DFB-Präsident Reinhard Grindel in der Frankfurter Zentrale das neue Trikot vor, mit dem in kommenden Turnieren wieder Titel gewonnen werden sollen", schreibt der Postillon dazu. Eine klare Anspielung auf die beiden Handspiele durch Jerome Boateng und Bastian Schweinsteiger. Aber sehen Sie selbst:

15.01 Uhr: Frankreich tut der Final-Einzug gut, denn das Land ist von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen gezeichnet. Mit dem Einzug ins Endspiel und der Chance auf den dritten EM-Titel nach 1984 und 2000 sorgen die Fußballer nun für die erhoffte Euphorie.

Lothar Matthäus: "Podolski und Schweinsteiger müssen sich Gedanken machen"

14.49 Uhr: Nicht nur Joachim Löw macht sich Gedanken über seine Zukunft - auch Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski dürften durchaus mal darüber gegrübelt haben, wie es für sie in der Nationalmannschaft weitergehen wird. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat sich zu möglichen Rücktritten der beiden 31-Jährigen geäußert und sagt: "Podolski und Schweinsteiger müssen sich Gedanken machen."

14.21 Uhr: Für die beiden Finalisten der EM war der Weg zum Endspiel wegen des auf 24 Teams aufgestockten Teilnehmerfelds so lang wie bisher bei keiner Europameisterschaft. 22 Mannschaften, darunter die DFB-Elf, sind auf der Strecke zum Stade de France von Saint-Denis steckengeblieben. Auch Fans, die für das Finale zwischen Portugal und Frankreich am Sonntag ein Ticket haben, sollten den Weg durch das Gastgeberland genau bedenken. Wer mit dem Auto in Frankreich unterwegs ist, müsse sich zum Wochenende wegen der beginnenden Feriensaison auf die ersten Großkampftage auf den Straßen einstellen, warnte der französische Staumelder Bison futé. Der Samstag ist auf einer neuen Smartphone-App tiefrot eingefärbt, was viele Staus und stockenden Verkehr bedeutet. Im Großraum Paris ist auch der Sonntag, der Finaltag, als verkehrsreich markiert. Mit etwas Geschick und gutem Navi lassen sich lange Wartezeiten auf dem Weg zum Stade de France aber wohl vermeiden: Die Warnungen betreffen vor allem die Strecken in Richtung der Urlaubszentren im Süden und Westen Frankreichs.

14.07: ARD-Kommentator Gerd Gottlob blickt seinem ersten Finale bei einem großen Turnier mit einer Mischung aus "Vorfreude und Anspannung" entgegen. "Es ist eine Ehre, aber ich habe auch Respekt", sagte der 51-Jährige im SID-Interview mit Blick auf das EM-Endspiel am Sonntag (21 Uhr) zwischen Portugal und Frankreich im Stade de France in St. Denis. Gottlob hätte sich auch über einen Finaleinzug der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gefreut. "Die Aufmerksamkeit in Deutschland wäre noch größer gewesen", sagte Gottlob, der bei der WM 1998 in Frankreich erstmals ein Livespiel kommentierte: "Bei 3Sat. Es war das Parallelspiel zum Gruppenfinale zwischen Belgien und Südkorea." Im Finale rechnet Gottlob mit einer engen Partie. "Die Franzosen haben sich im Turnierverlauf entwickelt. Portugal spielt sehr effektiv. Ich würde mich nicht wundern, wenn wir eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen sehen würden", sagte der NDR-Reporter.

13.27 Uhr: Wer hat am Sonntag beim Finale der EM 2016 die Nase vorn? Der Sportwettenanbieter bwin sagt: Frankreich. Holt die Equipe tricolore nach 1984 und 2000 den dritten EM-Titel, zahlt bwin das 2,00-Fache des Einsatzes zurück. Nach dem Halbfinal-Triumph gegen Wales will auch die Elf um Superstar Cristiano Ronaldo den Coup perfekt machen. Der erste Titelgewinn der Portugiesen wird mit der Quote 4,60 belohnt.

13.02 Uhr: Das EM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale gegen Frankreich schmerzt Waldemar Hartmann. In der Sendung von Markus Lanz hatte Waldi einiges zu kritisieren.

12.37 Uhr: Lukas Podolski denkt auch nach seinem siebten Turnier nicht an einen freiwilligen Rückzug aus der deutschen Nationalmannschaft. Er mache „auf jeden Fall“ weiter, erklärte der 129-malige Nationalspieler nach dem Halbfinal-Aus des Weltmeisters am Donnerstagabend in Marseille gegen Frankreich.

„Ich stehe voll im Saft, auch wenn ich eine Drei vorne habe“, sagte der 31 Jahre alte Podolski mit Blick auf sein fortgeschrittenes Fußballeralter. Er war neben Bastian Schweinsteiger (31), Mario Gomez (30) und Manuel Neuer (30) einer von vier Ü30-Spielern im 23-käpfigen deutschen Kader.

EM 2016: Boateng-Verletzung schwerer als gedacht

12.31 Uhr: Nach Sport1-Informationen ist Abwehr-Boss Jerome Boateng wohl schwerer verletzt als angenommen. Der Abwehrchef zog sich erneut eine Verletzung an den Adduktoren zu und soll mindestens einen Monat ausfallen. Boateng wird wohl noch am Freitag genauer untersucht werden.

Bereits im Januar hatte sich der Innenverteidiger des FC Bayern im Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV eine schwere Verletzung an den Adduktoren zugezogen. Damals wurde ein Muskelbündelriss diagnostiziert. Die Folge: Mehrere Monate Pause.

Joachim Löw zauderte mit einer klaren Aussage zu seiner Zukunft.

12.22 Uhr: Oliver Bierhoff sieht keinen Hinweis darauf, dass Bundestrainer Joachim Löw nach dem EM-Halbfinal-Aus zwei Jahre vor Ablauf des Vertrages Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nimmt. "Nach Turnieren benötigt er immer etwas Ruhe und Abstand. Ich gehe aber fest davon aus, dass es in dieser Konstellation weitergeht", sagte der EM-Held von 1996. DFB-Präsident Reinhard Grindel betonte im ZDF, dass er sich darauf freue, "den Weg mit Joachim Löw weiterzugehen". Zuletzt hatte er wiederholt betont, dass er sehr daran interessiert sei, den Kontrakt mit Löw vorzeitig zu verlängern.

12.25 Uhr: Die 23 deutschen EM-Fußballer können sich nach dem bitteren Halbfinal-Aus auch mit einem Urlaubsgeld von jeweils 100.000 Euro trösten. Der DFB muss zwei Jahre nach dem WM-Triumph, der den Verband die Rekordprämie von 6,9 Millionen Euro an die Mannschaft gekostet hatte, diesmal „nur“ ein Drittel des Betrags ausschütten.

Mit 300.000 Euro pro Mann hatte der Verband den vierten WM-Titel in Brasilien entlohnt. Diese Summe wäre auch bei einem Triumph in Frankreich auf die Konten von Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co. geflossen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) kassierte inklusive Halbfinale 18,5 Millionen Euro an Prämien von der UEFA. Der Verband schließt das Turnier mit einem kleinen Überschuss ab.

12.20 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft ist mittlerweile wieder Richtung Deutschland aufgebrochen. In einem Tweet sagte Die Mannschaft dem EM-Gastgeber "Au revoir":

12.19 Uhr: Noch einmal zum Nachlesen: So reagiert die Presse auf das Aus der deutschen Mannschaft gegen Frankreich. Hier.

EM 2016: Pogba findet Boateng den "King"

11.42 Uhr: Im Gegensatz zu WM-Turnieren verzichtet die UEFA auf ein Spiel um Platz 3. Letztmals fand solch eine Partie bei der EM 1980 zwischen Tschechien und Italien statt (9:8 i.E.). Zuvor hatten ohnehin nur vier Teams an der Endrunde teilgenommen und alle vier Plätze ausgespielt. Darum gibt es kein Spiel um Platz 3.

11.40 Uhr: Weltmeister Deutschland ist am Tag nach dem bitteren EM-Aus gegen Frankreich in die Heimat aufgebrochen. Am Freitagvormittag verließ die Fußball-Nationalmannschaft nach einer kurzen Nacht den Halbfinal-Spielort Marseille. In drei Maschinen machten sich die Mitglieder des DFB-Trosses auf nach München, Düsseldorf und Frankfurt. 

In der Nacht zum Freitag hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel versucht, den Blick bereits nach vorn zu richten. „Jetzt haben wir ein neues Ziel. Wir sind Weltmeister - und diesen Titel wollen wir in zwei Jahren in Russland verteidigen“, sagte Grindel nach dem 0:2 im EM-Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich.

11.33 Uhr: 23? 24? Oder doch 18? Das "wahre" Alter von Bayern-Neuzugang Renato Sanches wird heiß diskutiert, seit Guy Roux eben jenes angezweifelt hat. Ein Video könnte das Mysterium nun klären.

11.28 Uhr: Was für eine große Geste! Nach dem Sieg gegen Deutschland stattete Frankreich-Star Paul Pogba dem deutschen Pechvogel Jerome Boateng in der Kabine einen Besuch ab - und hielt Elogen auf seinen "Bruder". Das Video gibt's hier.

11.21 Uhr: Pepe ist zwei Tage vor dem EM-Finale ins Training der portugiesischen Nationalmannschaft zurückgekehrt. Der Verteidiger von Real Madrid absolvierte am Freitag in Portugals EM-Quartier in Marcoussis individuelle Übungen mit einem Athletiktrainer. Im Halbfinale gegen Wales (2:0) hatte der 33-Jährige wegen Oberschenkelproblemen gefehlt. Dass er im Finale gegen Frankreich im Stade de France in die Startelf der Portugiesen zurückkehren wird, ist wahrscheinlich. Nach einer kurzen Aufwärmphase und Laufübungen trainierte er bereits wieder mit dem Ball.

EM 2016: Portugal optimistisch vor Finale gegen Frankreich

11.20 Uhr: Die deutschen Polizeivertreter bei der Fußball-EM in Frankreich haben ein positives Fazit des Verhaltens der deutschen Fans beim Halbfinale der DFB-Auswahl in Marseille gegen das Gastgeberland (0:2) gezogen. "Unser Konzept zur Verhinderung von Gewalttätigkeiten bei der Europameisterschaft 2016 ist aufgegangen", sagte der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD), Rainer Pannenbäcker, am Freitag in Duisburg.

"Wir haben das Störerklientel gezielt angesprochen", betonte Polizeioberrat Uwe Ganz, Leiter der deutschen Polizeidelegation in Frankreich, in Marseille: "Den Gewalttätern war klar: Die deutsche Polizei ist vor Ort." Insgesamt unterstützten die deutsche Mannschaft bei ihren Spielen bis zu 20.000 friedliche Fans in den Stadien an den Spielorten.

11.17 Uhr: Angesichts der Chance auf den ersten internationalen Titel rechnet Portugals Nationalteam mit einem emotionalen EM-Finale gegen Frankreich. „Portugal hat noch nie einen Titel gewonnen, wir können Geschichte schreiben“, sagte Mittelfeldspieler Joao Mario am Freitag im portugiesischen EM-Quartier in Marcoussis. „Ich bin mir sicher, dass es für alle von uns eines der größten Spiele des Lebens wird, weil wir eine einmalige Chance haben.“

11.14 Uhr: Das EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich ist ein TV-Quotenhit geworden - und das nicht nur in Allemagne: In Frankreich verfolgten im Schnitt 19,2 Millionen Fernsehzuschauer den 2:0-Erfolg der Équipe Tricolore über die deutsche Nationalmannschaft - die höchste Zuschauerzahl seit zehn Jahren. Der Marktanteil für den französischen Privatsender TF1 betrug 68,8 Prozent, wie der Mediendienst Médiamétrie am Freitag mitteilte. Mehr Fernsehzuschauer hatte es in Frankreich zuletzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gegeben: Damals sahen 22,14 Millionen Menschen, wie die französische Nationalmannschaft im Finale in Berlin gegen Italien verlor.

11.05 Uhr: Im Namen der Mannschaft bedankt sich Kapitän Bastian Schweinsteiger auf Facebook für die Unterstützung der Fans und gratuliert Frankreich: "Ich bin dennoch stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir sind unserem Stil, Fußball zu spielen, treu geblieben. In den vergangenen sieben Wochen sind wir immer mehr als Team gewachsen, dieser Zusammenhalt hat uns schon vor zwei Jahren in Brasilien stark gemacht, hier in Frankreich war es wieder so. Wir sind eine Mannschaft, wir sind ‪#‎DieMannschaft‬."

EM 2016: Löw lässt seine Zukunft offen

10.55 Uhr: Der Engländer Mark Clattenburg ist von der UEFA zum Schiedsrichter des EM-Endspiels zwischen Frankreich und Portugal nominiert worden. Der 41-Jährige hatte bei der EM in Frankreich bislang drei Partien geleitet. Das Finale am Sonntag im Stade de France von Saint-Denis ist das bislang wichtigste Spiel für den Profi-Referee aus Newcastle. Für Clattenburg kommt es dabei zum Wiedersehen mit den Stars der Finalkontrahenten, Cristiano Ronaldo und Antoine Griezmann. Am 28. Mai war Clattenburg auch Leiter des Champions-League-Finals zwischen Real Madrid mit Ronaldo und Atlético Madrid mit Griezmann. Beide großen europäischen Endspiele in einer Saison hatte 2012 auch der Portugiese Pedro Proença geleitet.

10.38 Uhr: Wie geht es nach der EM 2016 mit Joachim Löw weiter? Bleibt er der Trainer der DFB-Stars? Darüber wollte der Bundestrainer nach der Halbfinal-Pleite nicht wirklich sprechen, obwohl sein Vertrag noch bis 2018 läuft. "Heute Abend kann ich nicht weit vorausgucken, nicht einmal bis morgen früh", hatte Löw nach dem Spiel gesagt. Klar, so kurz nach einer Niederlage eine Entscheidung zu fällen, erwartet niemand. Doch könnte der Trainer wirklich mit dem Gedanken spielen, seinen Vertrag nicht zu erfüllen? Vermutlich nicht. Der Frust nach einer Niederlage ist immer groß, der Kopf noch woanders. Dann Fragen zur eigenen Zukunft zu beantworten, hat keinen Raum. Wahrscheinlich blieb Löw nur deshalb so schwammig in seiner Aussage.

10.21 Uhr: Das ist wohl der absolute Super-GAU! Du sitzt beim Public Viewing zum EM-Halbfinale - und plötzlich ist die Leinwand schwarz! So geschehen in einem Biergarten in Aachen, wo die Zuschauer während des Spiels gestern Abend plötzlich in die Röhre schauten! Etwa zehn Minuten lang dauerte es, bis das Bild wieder hergestellt werden konnte, berichtet der Express. Die gute (oder schlechte?) Nachricht: Durch den Bildausfall verpassten die Fans den Treffer zum 0:2 …

10.11 Uhr: Was war das eigentlich für eine Aktion des ZDF gestern? Da hat der Sender doch einfach Werbung statt Anpfiff gezeigt - das hat den Zuschauern des Spiels Deutschland gegen Frankreich natürlich gar nicht gepasst.

9.29 Uhr: Bei den Feiern über den französischen EM-Halbfinalsieg  hat es auf den Pariser Champs-Élysées kleinere Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und der Polizei gegeben. Bereitschaftspolizisten seien auf dem Prachtboulevard mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Beamten hätten in der Nacht zum Freitag im Gegenzug Tränengas eingesetzt und die Passanten aufgefordert, nach Hause zu gehen.

EM 2016: Halbfinale bringt Rekord-TV-Quoten

9.09 Uhr: Kapitän Bastian Schweinsteiger hat keine Erklärung für sein Handspiel. "Ich habe versucht, hinzukommen. Ich kann leider nicht erklären, warum die Hand hochging", sagte der 31-Jährige, der den Handelfmeter zum 0:1 verursacht hatte. "Vielleicht war es einfach eine Reaktion, ein Reflex", meinte Schweinsteiger zerknirscht: "Vielleicht ist da automatisch der Gedanke: Du willst den Ball irgendwie abwehren." Er war offenbar auch von der Situation überrascht gewesen: "Es ist nicht einfach, wenn man Raumdeckung spielt. Außerdem kam der Eckball diesmal anders als sonst, mit Unterschnitt." Schweinsteiger hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen Kopfball von Patrice Evra im Strafraum an den ausgestreckten Arm bekommen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Antoine Griezmann, der später auch das zweite Tor erzielte (72.).

8.49 Uhr: Und schon wieder ein Rekord! 29,82 Millionen Zuschauer haben am Donnerstagabend die Live-Übertragung des EM-Halbfinals im ZDF verfolgt. Das Zweite, das damit einen Rekord für die EM 2016 aufstellte, verzeichnete einen Marktanteil von 80,6 Prozent. Die vorherige Bestmarke hatte die ARD beim Viertelfinal-Elfmeterkrimi zwischen Deutschland und Italien (28,32 Millionen/MA: 79,8 Prozent) aufgestellt. 

8.35 Uhr: Stell' dir vor, die deutsche Nationalmannschaft fliegt aus der EM, und eine Spielerfrau hat nur Augen für sich. So geschehen beim Halbfinale der Deutschen gegen Frankreich.

8.14 Uhr: Der Bundestrainer hat trotz des bitteren Ausscheidens ein positives Fazit der EM gezogen.

8.02 Uhr: Nach dem Sieg gegen die deutsche Mannschaft feierten die Franzosen mit ihren Fans "auf isländische Weise". Das sorgte für einen kleinen Shitstorm im Internet.

7.51 Uhr: Jetzt müssen die Tränen getrocknet und die Zukunft geplant werden? Doch wie geht's jetzt konkret weiter? Welche jungen Talente kommen nach? Wir haben die wichtigsten Fragen gesammelt.

EM 2016: Ballack kritisiert Deutschland

7.20 Uhr: Der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack hat Frankreich als verdienten Sieger des EM-Halbfinales gegen Deutschland (2:0) bezeichnet. "Frankreich hat den Sieg total verdient", sagte Ballack als Experte des US-Senders ESPN. "Sie haben großartig gespielt. Sie haben gewartet und Deutschland kommen lassen, und das funktioniert sehr gut mit einem fantastischen Griezmann, mit einem fantastischen Pogba, Payet - alles in allem: hochverdient." Die deutsche Elf, ergänzte Ballack, habe im Gegensatz zu den Franzosen auch nie "die richtige Mannschaft" gefunden.

7.11 Uhr: Die deutschen Nationalspieler fliegen nach dem Ausscheiden im Halbfinale der EM gegen Gastgeber Frankreich (0:2) am Freitagvormittag nach Deutschland zurück. Spieler, Trainer und Betreuer reisen allerdings nicht gemeinsam zu einem Zielort. Es wird ab Marseille Maschinen nach Düsseldorf, Frankfurt/Main und München geben.

6.50 Uhr: Im Münchner Olympiastadion fand am Donnerstagabend ein zahlreich besuchtes Public Viewing statt. Wir waren mit unserer Kamera dabei:

6.21 Uhr: Trainer Didier Deschamps sieht die französische Nationalmannschaft im Finale der EM vor heimischer Kulisse gegen Portugal nicht zwangsläufig in der Favoritenrolle. „Das wird offen sein“, prophezeite der Coach der Équipe tricolore nach dem Einzug ins Endsiel durch den 2:0-Sieg über Weltmeister Deutschland. „Nur weil wir Deutschland rausgeworfen haben, besitzen wir keine Zusatzkräfte“, meinte der 47-Jährige. „Wir glauben an uns, Portugal glaubt ab sich.“

6.17 Uhr: Der suspendierte Karim Benzema hat sich via Twitter nach dem Einzug der Équipe tricolore in das Finale der Heim-EM gemeldet. „Bravo der ganzen Mannschaft und den Betreuern!!!“, schrieb der Mittelstürmer von Real Madrid nach dem 2:0-Erfolg der Franzosen am Donnerstagabend im Halbfinale von Marseille. „Auf, noch ein Spiel!!!“, ergänzte Benzema mit Blick auf das Finale an diesem Sonntag im Stade de France von Saint-Denis gegen die Fußball-Nationalmannschaft Portugals um seinen Vereinskollegen Cristiano Ronaldo.

Der 28-Jährige Benzema, eigentlich gesetzter Angreifer, wurde von Trainer Didier Deschamps wegen seiner Verwicklung in eine Erpressung von Auswahlkollege Mathieu Valbuena nicht für das Turnier nominiert. Benzema wird vorgeworfen, als Komplize an der Erpressung beteiligt zu sein.

6.10 Uhr: Das Aus der Nationalmannschaft hat auch im Netz zahlreiche niedergeschlagene Reaktionen zufolge gehabt. 

6.07 Uhr: Den deutschen Nationalspielern bleibt nach dem Halbfinal-Aus bei der EM-Endrunde in Frankreich jeweils ein Trostpflaster von 100.000 Euro. Diese Prämie hatten sich Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co. bereits durch den Einzug in die Vorschlussrunde gesichert. Durch die 0:2 (0:2)-Niederlage in Marseille gegen die Equipe tricolore blieben die deutschen Stars bei dieser Summe stehen.

Bei einem Sieg gegen den EM-Gastgeber hätte sich die Prämie auf 150.000 Euro erhöht, der Titelgewinn hätte den Spielern jeweils 300.000 Euro auf das Konto gespült. Die Franzosen, die im Endspiel am Sonntag im Stade de France von den Toren von Paris (21.00 Uhr/ARD) auf Portugal treffen, würden bei einem EM-Triumph im eigenen Land ebenfalls 300.000 Euro pro Spieler kassieren.

6.04 Uhr: Guten Morgen, liebe Fußballfans! Was war das für ein bitterer Abend gestern: Deutschland war das bessere Team, doch am Ende setzten sich die Franzosen durch. Hier gibt's einen Überblick über die Reaktionen der Beteiligten. Und hier gibt's den Link zu unserem gestrigen Tagesticker.

Live-Ticker zur EM 2016: Vorbericht zu Freitag, 8. Juli

Finale, Baby! Nun ist es also so weit. Am Sonntag findet das 51. Spiel dieser EM 2016 statt. Nachdem sich am Mittwoch schon Portugal durch einen 2:0-Sieg gegen den Überraschungs-Halbfinalisten Wales für das Endspiel qualifiziert hat, wurde am gestrigen Donnerstag der Gegner ausgespielt.

Im Klassiker zwischen Deutschland und Frankreich setzten sich die Franzosen durch. Frankreich begann furios, doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Deutschen die Kontrolle über das Spiel. Kurz vor der Pause verschuldete Bastian Schweinsteiger unglücklich einen Handelfmeter, Antoine Griezmann verwandelte sicher zur 1:0-Pausenführung. In Durchgang zwei versuchten die Deutschen alles, scheiterten aber immer wieder an der französischen Defensive. Die Entscheidung fiel dann in der 72. Minute: Nach einer Fehlerkette in der deutschen Hintermannschaft nutzte Griezmann die sich bietende Chance eiskalt und schob zu seinem zweiten Treffer in diesem Halbfinale ein. Alle Infos zur Partie gibt's hier im Spielbericht!

Alles, was sonst so am Donnerstag passierte, können Sie hier im EM-Ticker nachlesen!

EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Stadien, Themenseite

In unserem Übersichtsartikel finden Sie alle Informationen zur EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte. Außerdem haben wir alle wichtigen Fakten und Hintergründe zu den Stadien der EM 2016 zusammengestellt. Und: Wir bieten Ihnen die wichtigsten Infos zum Kader von Deutschland bei der EM 2016. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie außerdem auf unserer Themenseite zur Fußball-EM 2016 in Frankreich bei tz.de.

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