DFB-Innenverteidiger fehlt gegen Frankreich

Hummels: "Man sollte auch im Finale gesperrt sein können"

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Mats Hummels traut seinem ehemaligen Teamkollegen Julian Weigl (r.) einen Startelfeinsatz zu.

Evian-les-Bains - Mats Hummels wird am Donnerstag nur auf der Tribüne sitzen. Der Innenverteidiger ist nach zwei gelben Karten gesperrt. Doch er findet sogar die neue Regelung zu lax.

Das wird ein hartes Spiel. Für Deutschland und für Mats Hummels. Das DFB-Team muss ohne den Innenverteidiger auskommen. Hummels sah gegen Italien seine zweite Gelbe Karte im Turnier und schaut von der Tribüne aus zu. Dort kann er nur die Daumen drücken und nicht aktiv ins Geschehen eingreifen.

Doch: Anstatt neben seiner Cathy nimmt Hummels neben Oliver Bierhoff Platz. "Ich werde mit ihm die Daumen Drücken - wenn auch nicht ganz so innig", sagte er lachend im Interview mit der Bild. Seine Sperre finde er "ärgerlich", da sie "unberechtigt ist". Denn: Die Verwarnung im Slowakei-Spiel im Achtelfinale war an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Trotzdem gehöre es dazu, findet Hummels sich mit dem Schicksal ab. "Sperren sind Teil des Fußballs", sagte er.

Hummels sieht die Gefahr von "zwanzig taktischen Fouls"

Die vorhandene Regel findet Hummels sogar zu lax. "Auch wenn sie mich jetzt betrifft, finde ich sie gut. Ich finde es nicht mal richtig, dass man im Halbfinale mehr oder weniger Narrenfreiheit hat", kritisiert er. "Man sollte auch im Finale gesperrt sein können." Die Folge sei, dass die Teams im Halbfinale regelwidriger zu Werke gehen könnten. "Theoretisch können beide Mannschaften zusammen zwanzig taktische Fouls machen", sagte er. Die Mannschaft, die führe, könne sich demnach in den letzten 10 Minuten sehr viel erlauben.

Auch wenn er nicht dabei ist, glaubt er, dass die EM für ihn noch nicht vorbei ist. "Die Jungs schaffen das auch ohne mich", ist sich Hummels sicher. Falls auch Kapitän Bastian Schweinsteiger ausfallen würde - und er durch Julian Weigl ersetzt wird, sieht der ehemalige BVB-Kapitän nicht schwarz. "Julian hatte vor der Saison auch in der Bundesliga keine Sekunde gespielt, und er hat seine Leistung durchgehend gebracht", lobt er seinen Ex-Kollegen. Doch auch er weiß: Die Franzosen werden eine harte Nuss.

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ms

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