Verschärfte Sicherheitsregeln

EM-Arena auf dem Königsplatz: Abtasten vor dem Anpfiff

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Einlasskontrolle: Peter Rieger von der Sicherheitsfirma Protex kontrolliert Kerem Kirali, der mit Freunden zur Public-Viewing-Zone auf den Königsplatz gekommen war, um das Spiel Türkei gegen Kroatien zu sehen. 

Kassel. Sicherheit muss sein beim öffentlichen Fußballgucken auf dem Königsplatz: Bei den ersten EM-Begegnungen, die dort am Sonntag übertragen wurden, mussten sich die Fans Personenkontrollen gefallen lassen.

Bereits bei der Partie Türkei gegen Kroatien am Nachmittag tasteten Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Protex alle Besucher ab, die das Public-Viewing-Rund betreten wollten. 

Generell war diese EM-Begegnung von den Sicherheitsbehörden als „Risikospiel“ eingestuft worden - was in Kassel kaum nachzuvollziehen war: Ausgesprochen friedlich und entspannt hatten sich rund 350 Fans zum Fußballgucken eingefunden, darunter auch viele Kinder und junge Frauen, die Allermeisten Anhänger der türkischen Elf.

Gleichwohl mussten sich die zwei Dutzend Protex-Kräfte an die Vorgaben halten: Taschenkontrollen und Leibesvisitationen waren Pflicht. Und sie blieben nicht ohne Befund. „Was darf’s denn sein - Messer, Schlagringe, Pfefferspray, alles dabei“, sagte Protex-Mann Peter Rieger und deutete auf zwei Plastikboxen voller konfiszierter Gegenstände.

Riskante Artikel blieben aber seltene Ausnahmen. Überwiegend waren es Trink- und Parfümflaschen aus Glas, die die Besucher abgeben mussten und beim Verlassen des Platzes zurück erhielten. „Wir finden alles“, sagte Rieger. Die Protex-Leute mussten auch einigen Fans erklären, dass sie mit Fahrrädern und Hunden nicht auf den Platz dürfen.

Das wollten viele auch gar nicht. Denn beim 15-Uhr-Spiel war lediglich die Nordhälfte des Platzes mit Sichtschutzzäunen eingefriedet, am Bürgersteig bei den Tramgleisen aber hatte man über eine niedrige Balustrade freien Blick auf den großen Bildschirm, was viele Zaungäste nutzten.

Ab der Halbzeitpause gab es beim ersten Public-Viewing-Spiel ohnehin kein Sicherheitsrisiko mehr: Einsetzende Regenschauer vertrieben die meisten Fans, die mit Kroatiens Tor in der 41. Minute ohnehin schon den Endstand gesehen hatten.

Eine Liste, wo noch Public Viewing in der Region angeboten wird, finden Sie hier. 

Public Viewing zur EM: So fiebern Kassels Fußballfans

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