Polizei will kein Spielverderber sein

EM: Tipps für das richtige Verhalten beim Public Viewing und Autokorso

Public Viewing auf dem Königsplatz wird es bei der EM wieder geben: Dieses Foto wurde im Jahr 2010 bei dem Spiel Deutschland gegen Australien bei der Weltmeisterschaft in Südafrika gemacht. Archivfoto: Fischer

Kassel. Heute beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und damit auch Public-Viewing-Veranstaltungen, Autokorsos und Siegesfeiern in Stadt und Landkreis Kassel.

Damit die Fußballfreude über Siege der Nationalmannschaften nicht durch unangenehme Zwischenfälle getrübt wird, leiste die Kasseler Polizei ihren Beitrag zu einem fröhlichen sowie sicheren Feiern, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Die Polizei appelliert an alle Fußballfans, folgende Hinweise zu beherzigen:

Autokorsos ja, aber bitte vorsichtig!

Die Polizei wird bei Autokorsos, wie bereits in der Vergangenheit bei solchen Veranstaltungen, grundsätzlich tolerant sein und bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten auch mal ein Auge zudrücken. Hupen, laute Freudengesänge und Fußballsongs aus Musikanlagen werden dabei grundsätzlich toleriert. Das polizeiliche Auge bleibe allerdings immer dann offen, wenn Gefahren für Leib oder Leben bestehen oder Straftaten verübt werden. Die Toleranzgrenze sinke aber auf null, wenn auf dem Kofferraum, dem Dach oder der Motorhaube mitgefahren wird. Auch das Stehen im Cabriolet, das Hinauslehnen aus Seitenfenstern oder dem Schiebedach werde nicht hingenommen, da die Gefahr eines Unfalls zu hoch ist. Die Polizei wolle kein Spielverderber sein, aber gefährliche Fahrmanöver oder Rotlichtfahrten stoßen ebenfalls auf polizeiliche Ablehnung. Und alkohol- und drogenberauschte Fahrer seien dabei ohnehin tabu.

Konflikte und Straftaten vorbeugen

Die Polizei wird auch in diesem Jahr wieder ein ganz besonderes Auge auf die Public-Viewing-Veranstaltungen auf dem Königsplatz und der Fanmeile an der Friedrich-Ebert-Straße haben.

Auch wenn die Veranstaltungen in der Vergangenheit größtenteils friedlich verliefen, komme es dennoch auch zu Straftaten. Beleidigungen, Körperverletzungen und Trickdiebstähle gebe es immer dann, wenn viele Menschen zusammenkommen und insbesondere, wenn bei diesen Gelegenheiten Alkohol getrunken werde.

Die Polizei appelliert an alle, sich an der guten Feierstimmung zu beteiligen und Konflikten rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Wer sich nicht entziehen könne, weil er belästigt oder bedrängt wird, sollte umherstehende Unbeteiligte aufmerksam machen und um Hilfe bitten.

Um Trickdiebstähle zu vermeiden, sollten Wertsachen wie Schmuck, Geld und Handys unter der Kleidung und eng am Körper aufbewahrt werden.

Ausschließlich Toiletten aufsuchen

Sachbeschädigungen und Wildpinkeln werden erfahrungsgemäß auch bei der Europameisterschaft wieder Themen sein. Insbesondere die Anwohner an den Veranstaltungsorten seien hier die Leidtragenden.

Auch hier geht der dringende Appell an alle Feiernden: „Nehmen Sie Rücksicht auf Anwohner und nutzen Sie ausschließlich Toiletten zum Wasserlassen.“

Die Kasseler Polizei freue sich mit den Fans auf eine friedliche und sichere Europameisterschaft, zu der alle einen Beitrag leisten können, damit das am 10. Juli 2016 endende sportliche Großereignis noch lange in positiver Erinnerung bleibe, so Werner. 

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