Fußball-Kolumne "An der Seitenlinie": Mehr Geld für die Fußballstars!

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Sandro Wagner vom SV Darmstadt

Sandro Wagner vom SV Darmstadt hat sich kürzlich zu den Gehältern von Fußball-Profis geäußert. Er sagte, die Spieler in der Bundesliga verdienten angemessen oder zu wenig.

Und zwar selbst jene, die im Jahr zwölf Millionen Euro kassierten. Damit meinte er wohl die Stars des FC Bayern.

Wagners These ist in der Branche natürlich auf offene Ohren gestoßen. Die Vereine zeigten sich gesprächsbereit und überlegen nun, was noch möglich ist. Dabei geht es nicht nur um die pauschale Anhebung des Gehalts, sondern auch um Kniffe, wie die Profis mehr Netto vom Brutto erhalten können. Deshalb wollen sich die Klubs beim Gesetzgeber dafür einsetzen, dass die Spieler ihre während einer Partie zurückgelegten Kilometer bei der Steuer absetzen können. Zugleich denken sie darüber nach, den Profis Finanzexperten an die Seite zu stellen: die sogenannten Papapas – eine Abkürzung für Panama-Papas.

Fernab dafür erbitten die Vereine Spenden für die Profis – von den Fans, aber auch von den eigenen Mitarbeitern. Von der Putzfrau bis zum Kartenverkäufer sollen alle Angestellten 25 Prozent ihres Gehalts an die Profis abtreten – das sogenannte Sandro-Wagner-Viertel. Funktioniert das nicht auf freiwilliger Basis, wollen die Klubs damit drohen, die Abgabe zur Pflicht zu machen. Im Gegenzug soll zumindest dem vereinseigenen Reinigungspersonal Mehrarbeit zugesichert werden. Schließlich wird sich ja auch der Fuhrpark der Profis vergrößern, der sauber gehalten werden will.

Über den Autor

An der Seitenlinie ist eine Kolumne über den kleinen und großen Fußball, weil Fußball überall funktioniert. Florian Hagemann (40) ist Redakteur der HNA und macht das, was einem nicht ausreichend talentierten Fußballer bleibt, wenn er kein Schiedsrichter werden will: Er schreibt über Fußball. Immer montags erscheinen seine Beobachtungen an der Seitenlinie.

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