1:1 gegen Celtic

Gladbach verbessert, aber erfolglos - Eberl hadert

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Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ließ Dampf ab. Foto: Marius Becker

Vorentscheidung verpasst, Elfmeter, Rote Karte, Gegentreffer - es lief nicht alles rund für Gladbach in der Champions League. Doch für den dritten Platz könnte es am Ende reichen.

Mönchengladbach (dpa) - Nach dem verschenkten Sieg gegen Celtic Glasgow ließ Max Eberl erst mal Dampf ab.

"Ich weiß nicht, was sich die Liga dabei denkt, einen Champions-League-Teilnehmer direkt am Freitag wieder spielen zu lassen. Bei Bayern München gäbe es das nicht. Ich finde das äußerst unglücklich", befand der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach nach dem unglücklichen 1:1 (1:0) gegen den schottischen Meister. Damit verpassten die Gladbacher auch eine Vorentscheidung um Platz drei und müssen weiter um den Verbleib im internationalen Geschäft bangen.

Der Ärger über die Ansetzung der Bundesligapartie bei Hertha BSC an diesem Freitag ist verständlich, schließlich mussten die Gladbacher als der Bundesligaclub mit den bislang meisten Pflichtspielen (17) schon vergangene Woche im Dienst-Freitag-Rhythmus spielen. Auch Trainer André Schubert ist verärgert über die Terminierung. "Warum spielen wir nicht Samstag? Da habe ich kein Verständnis für. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen", meinte Borussias Coach, der sein Team schon am Ende der Belastungsgrenze sieht.

Selbst die Berliner zeigten Verständnis für die Gladbacher Kritik am Spielplan. "Das hätte man möglicherweise günstiger legen können", sagte Manager Michael Preetz.

Zumindest personell hat Schubert wieder Alternativen. Das war die wichtigste Botschaft nach dem Unentschieden. Sowohl Thorgan Hazard von Beginn an als auch Raffael in der Schlussphase konnten nach Verletzungspausen wieder mitwirken und setzten auch gleich Akzente. Hazard lieferte die Vorarbeit zur 1:0-Führung von Kapitän Lars Stindl, Raffael hatte gute Szenen nach seiner Einwechslung in der 81. Minute. "Hazard hat ein großartiges Spiel gemacht und auch Raffael macht den Unterschied aus", sagte Eberl.

Dass die Gladbacher Überlegenheit nicht zum Sieg geführt hat, lag zum einen an den vergebenen Tormöglichkeiten und einem Blackout von Julian Korb. Der Verteidiger riss seinen Gegenspieler Moussa Dembélé in der 75. Minute beim Torschuss um und erhielt die Rote Karte. Dembélé erzielte per Elfmeter den Ausgleichstreffer. "Am Ende müssen wir sogar aufpassen, dass wir das Spiel nicht verlieren", meinte Schubert. Vorwürfe an Korb gab es nicht. "Das ist Fußball und kann passieren. Wir werden ihn jetzt aufmuntern", sagte André Hahn, der in der 65. Minute an die Querlatte geschossen hatte.

Zum Überwintern im internationalen Wettbewerb reicht den Gladbachern aus den beiden Spielen gegen Manchester City und beim FC Barcelona eventuell ein Punkt - wenn überhaupt. Sollte Glasgow in den Spielen gegen die beiden Topclubs der Gruppe C kein Sieg gelingen, ist die Mannschaft von Trainer Schubert wegen des direkten Vergleichs sicher durch. Im nächsten Spiel gegen Manchester muss Borussia aber auf Korb und den gelbgesperrten Christoph Kramer verzichten.

Wichtig ist aber zunächst die Trendwende in der Liga. Da sind die Gladbacher seit vier Spielen tor- und sieglos. Insgesamt gab es aus den letzten acht Pflichtspielen nur zwei Siege. Und in der Bundesliga stehen jetzt die Partien in Berlin sowie gegen den 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim an. "Wir müssen punkten, um in der Liga dranzubleiben", forderte Sportdirektor Eberl.

Interview Lars Stindl borussia.de

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