Hoffen auf Rückkehrer

Gladbach vor Celtic-Gastspiel "relativ ausgebrannt"

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Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hofft auf Rückkehrer. Foto: Marius Becker

In der Liga mäßig, in der Champions League mit Ambitionen: Borussia Mönchengladbach präsentiert sich beim 0:0 gegen Frankfurt überspielt und ausgebrannt.

Mönchengladbach (dpa) - Die Zeiten des Champagner-Fußballs sind vorbei. Vor dem wohl entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow am Dienstag (20.45 Uhr) muss das personell arg geschwächte Team von Borussia Mönchengladbach die letzten Kräfte mobilisieren.

"Man sieht es doch. Die Mannschaft ist relativ ausgebrannt. Deshalb hoffen wir, dass der ein oder andere Spieler bis Dienstag zurückkommt", sagte Sportdirektor Max Eberl nach dem mäßigen 0:0 gegen Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga.

Der Ergebniskrise mit vier sieglosen Partien nacheinander in der Liga können die Gladbacher gegen Celtic Glasgow einen wichtigen Erfolg entgegensetzen. "Wenn wir Celtic schlagen, sind wir Dritter, definitiv", meinte Eberl. Die Schotten hätten dann nur noch eine Chance, wenn sie Manchester City und den FC Barcelona bezwängen.

Doch die Leistung in den letzten Ligaspielen war eher durchwachsen und wie auch am Freitag gegen Frankfurt von großer Harmlosigkeit in der Offensive begleitet. Für die seit nunmehr 374 Minuten anhaltende Torflaute in der Bundesliga gibt es natürlich Erklärungen. "Wenn drei deiner besten Spieler in der Offensive fehlen, dann ist das einer der Gründe", sagte Verteidiger Tony Jantschke. Raffael und Thorgan Hazard könnten Dienstag zurückkehren, Ibrahima Traoré wird noch fehlen.

Zudem ist Kräfteverschleiß enorm, da nicht viele Rotationsmöglichkeiten bestehen. "Wenn du dann alle drei Tage spielst, wird es irgendwann eng. Ich verstehe ja, dass man von uns immer wieder Champagner-Fußball erwartet, aber dazu sind wir derzeit nicht in der Lage", meinte Trainer André Schubert.

Vom Trend her läuft die Mannschaft in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen zwar hinterher, doch im Vorjahr hatte das Team nach neun Spieltagen ebenfalls zwölf Punkte auf dem Konto. "Eine Krise sehe ich definitiv nicht und da bin ich nicht blauäugig", sagte Eberl. "Früher hätten wir solche Spiele wie gegen Frankfurt verloren - heute nehmen wir wenigstens einen Punkt mit."

Die Hoffnung ruht auf der Rückkehr von Raffael und Hazard, den beiden besten Torschützen im Team. Der Brasilianer hat nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel am Donnerstag bereits wieder mit der Mannschaft trainiert und könnte es bis Dienstag schaffen. Auch Hazard könnte seine schmerzhafte Knieverletzung bis dahin weitgehend auskuriert haben. "Wir haben jetzt einen Tag länger Zeit zur Regeneration. Das kann schon Gold wert sein", sagte Schubert.

Nach dem nächsten Highlight in der Champions League haben es die Gladbacher in der Liga selbst in der Hand. In Berlin bei Hertha BSC und in den Heimspielen gegen den 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim trifft die Schubert-Elf auf Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel und kann somit wertvollen Boden gutmachen - oder verlieren. "Das ist eine schwierige Phase in der wir uns befinden. Wir müssen damit zurechtkommen und uns aus der Situation herausarbeiten", meinte Sportdirektor Eberl.

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