Einspruch beim DFB

Hannover protestiert gegen Huszti-Rot

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Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte zwar Mitleid, aber auch zwei Mal Geld - Platzverweis für Szabolcs Huszti.

Hannover - Hannover 96 wehrt sich gegen den Platzverweis von Szabolcs Huszti. Der Klub hat nach eigenen Angaben am Montag „form- und fristgerecht“ beim DFB Einspruch gegen die Gelb-Rote Karte eingelegt.

Der ungarische Mittelfeldspieler hatte nach seinem in der Nachspielzeit erzielten 3:2-Siegtor gegen Werder Bremen das Trikot ausgezogen und war auf den Zaun geklettert. Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte ihm anschließend für jedes dieser Vergehen jeweils Gelb und stellte ihn damit vom Platz.

„Wir haben uns nach eingehender juristischer Beratung entschlossen, Einspruch einzulegen“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. „Zwei vermeintliche Vergehen gewissermaßen in einem Zug zu ahnden, empfinden wir als unzulässig, da Huszti durch die erste Gelbe Karte nicht gewarnt bzw. ermahnt wurde. Unser Einspruch hat das Ziel, dass die Gelb-Rote Karte aufgehoben wird und nur die Gelbe Karte in der Statistik angerechnet wird.“

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Schmadtke erklärte weiter: „Bei Fans und Medien hat der Fall Huszti für derart viel Aufsehen und Diskussionen gesorgt, dass uns natürlich auch daran gelegen ist, für die Zukunft eine grundsätzliche Klärung herbeizuführen.“ Der Spieler selber wusste nicht, dass seine Art des Feierns laut Paragraf 12 der Fußball-Regeln zwei Verwarnungen nach sich ziehen kann. Im Regeltext steht allerdings auch vom Schiedsrichter wird erwartet, „bei der Beurteilung des Torjubels gesunden Menschenverstand walten“ zu lassen. Dieser Passus könnte salopp formuliert auch unter den oft zitierten Begriff „Fingerspitzengefühl“ eingeordnet werden.

dpa