„Wir Spieler machen uns keine Sorgen“

Interview: Weltmeister Mustafi über die EM und Perspektiven mit Valencia

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Jung, ehrgeizig und zielstrebig: Weltmeister Shkodran Mustafi im Nationaltrikot.

Shkodran Mustafi, Fußball-Weltmeister aus dem nordhessischen Bebra, steht beim FC Valencia vor seiner zweiten Saison in Spanien.

Im ersten Jahr sei sein persönliches Ziel erreicht worden und auch das der Mannschaft. Nun sagt der Nationalspieler: „Man muss nicht zu Real Madrid oder FC Barccelona gehen, um Meister werden zu können.“

Es gab Gerüchte, dass Real Madrid und der FC Barcelona Interesse an Ihnen haben. Wie ist dahingehend der Stand? 

Mustafi: Ich bin Spieler des FC Valencia. Für Transfers sind mein Vater und mein Berater die Ansprechpartner. Ich habe dafür keinen Kopf. Ich muss mich auf den Saisonstart konzentrieren, wir kämpfen um die Qualifikation für die Champions League, deshalb ist es nicht angebracht, dass ich mir darüber Gedanken mache.

Sehen Sie die Möglichkeit, auch mit dem FC Valencia spanischer Meister zu werden? 

Mustafi: Wir setzen uns kein Limit. Wir wissen, zu was wir imstande sind. Wir sind eine Arbeitermannschaft, die in jedem Spiel 100 Prozent geben muss. Wir wissen aber: Wenn wir das tun, können wir in jedem Spiel was holen. Man nicht unbedingt zu Real oder Barca wechseln, um Meister werden zu können. Das hat Valencia in der Vergangenheit schon des Öfteren bewiesen.

Sie sind erst 23, aber haben schon in England, Italien und nun in Spanien gespielt. Welche Liga ist die stärkste? 

Mustafi: Das hängt davon ab, mit welcher Spielphilosophie man sich identifiziert. Mir gefällt die spanische Liga sehr, sehr gut. Sie ist die perfekte Mischung aus Taktik und Tempo und für mich persönlich deshalb die stärkste Liga der Welt. (sid)

Shkodran Mustafi (*17. April 1992 in Bad Hersfeld) ist Albaner, besitzt die mazedonische und deutsche Staatsbürgerschaft. Mit sechs fing er beim FV Bebra an zu kicken wechselte mit elf zum SV Rotenburg, 2006 entdeckte ihn u. a. der HSV und holte ihn nach Hamburg ins Fußballinternat. 2009 wechselte er zum FC Everton nach England, 2012 zum italienischen Zweitligisten Sampdoria Genua und 2014 nach Spanien zum FC Valencia. Sein Vertrag dort läuft bis 2019. Am 13. Mai 2014 bestritt Mustafi in Hamburg gegen Chile (0:0) sein erstes von acht Länderspielen und gehörte zum Team des Weltmeisters.

Was Mustafi zu einem Start in der Bundesliga sagt und wie er seine Rolle in der Nationalmannschaft sieht, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA.

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