Italien blendet gegen Spanien Conte-Rücktritt aus

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Antonio Conte wird nach der EM als Nationalcoach zurücktreten. Foto: Maurizio Degl'innocenti

Knapp drei Monate vor Beginn der EM treten wie im Finale 2012 Italien und Spanien gegeneinander an. Bei den Azzurri steht vor dem wichtigen EM-Test der nahende Abschied von Coach Antonio Conte im Fokus - während Gegner Spanien ein ungewöhnliches Experiment wagt.

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Rom (dpa) - Von den hochkochenden Gerüchten und Spekulationen will sich Antonio Conte nicht von seiner EM-Mission ablenken lassen. "Ich bin voller Energie. Nationaltrainer ist man nur einmal im Leben", versicherte der italienische Fußballcoach.

Sein feststehender Abschied nach der EM im Sommer ist im Lager der Italiener das beherrschende Thema. Doch das Team will die Gerüchte um Contes Zukunft und seinen möglichen Nachfolger möglichst komplett ausblenden und sich stattdessen auf die entscheidenden Tests gegen die "EM-Favoriten" Spanien und Deutschland konzentrieren.

Dennoch ist die Partie gegen Europameister Spanien am Donnerstag (20.45 Uhr) in Udine ein Novum für die Azzurri: Erstmals steht in Italien der Abschied eines Nationalcoaches schon vor Beginn eines Turnieres fest. Umso wichtiger wäre ein Sieg, um die Stimmung in den Monaten vor EM-Beginn zu beruhigen. "Wir müssen ohne Angst in das Spiel gehen und unsere Qualitäten zeigen", forderte Mittelfeldspieler Alessandro Florenzi und erklärte: "Es hat sich absolut nichts geändert. Wir alle haben das Ziel, bei der EM gut auszusehen."

Auch für die Spanier ist die Partie ein wichtiger Test. Nationalcoach Vicente del Bosque ist zweieinhalb Monate vor EM-Beginn noch auf der Suche nach einem Torjäger und wagt daher ein ungewöhnliches Experiment: Er berief für die Partien gegen Italien und Rumänien den 35 Jahre alten Mittelstürmer Aritz Aduriz von Athletic Bilbao in den Kader. Der Trainer räumte ein, dass die Idee nicht unbedingt von ihm ausging, sondern er einem Verlangen der Fans nachkommt. "Wenn alle Welt 'Aduriz, Aduriz' ruft, muss da etwas dran sein", meinte er.

Der Angreifer aus dem Baskenland ist in dieser Saison mit 31 Treffern in 48 Pflichtspielen der mit Abstand erfolgreichste spanische Schütze. Die zuletzt in der Selección eingesetzten Stürmer Diego Costa (FC Chelsea), Alvaro Morata (Juventus Turin) und Paco Alcácer (FC Valencia) trafen für ihre Clubs nur selten und standen zuweilen nicht einmal in der Startelf. Der Hispano-Brasilianer Diego Costa, der in der Nationalelf noch nie überzeugen konnte, trat bei Chelsea zuletzt zudem durch rüpelhaftes Benehmen in Erscheinung.

Auch die Squadra Azzurra ist in der Offensive auf der Suche nach der Idealformation, gegen Spanien werden wohl Graziano Pellè vom FC Southampton und Inter Mailands Eder eine neue Chance bekommen. Der gegenseitige Respekt beider Teams ist jedenfalls groß. "Ich will sehen, wie wir uns gegen Teams auf diesem hohen Niveau schlagen, das ist sehr wichtig", erklärte Conte auch mit Blick auf die Partie gegen Deutschland. Del Bosque sagte der "Gazzetta dello Sport": "Italien ist nach wie vor eine Mannschaft, gegen die es sehr schwierig ist."

Aussagen Florenzi und Bernadeschi

FIGC auf Twitter

Aussagen Conte

Pressemappe zu Italien - Spanien

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