Polens "Symbol" Lewandowski - Test gegen die Niederlande

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Robert Lewandowski wird bei der EM Kapitän der polnischen Manschaft sein. Foto: Darek Delmanowicz

Arlamow ist Geschichte. Nach dem sachten Aufgalopp in Südostpolen reisen Robert Lewandowski & Co. zur EM-Standortbestimmung gegen die Niederlande nach Danzig.

Arlamow (dpa) - Schon am Tag nach der endgültigen Kaderpräsentation machte sich die dezimierte polnische EM-Reisegruppe um Robert Lewandowski auf zu ihrer nächsten Etappe.

Der Tross um Nationaltrainer Adam Nawalka verließ das Trainingslager im südostpolnischen Arlamow und fuhr nach Danzig, wo der deutsche Gruppengegner und Olympiasieger von 1972 am Mittwoch (20.45 Uhr) einen Härtetest gegen die Niederlande bestreitet. Die am Montagabend von Nawalka verkündete Auswahl überraschte nicht. So blieb in seinem 23-Mann-Kader unter anderen für Torwart Przemysław Tytoń vom Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart und für Stürmer Artur Sobiech vom ebenfalls abgestiegenen Hannover 96 kein Platz mehr.

"Es gab keine Sensationen", schrieb "Przeglad Sportowy". Lechia Gdansks früherer Coach Boguslaw Kaczmarek attestierte Nawalka ein gutes Händchen. "Diese Entscheidung konnte man erwarten. Meiner Meinung nach hat Adam Nawalka die richtige Wahl getroffen", sagte der langjährige polnische Vereinscoach der Agentur PAP zufolge.

Ohnehin ist nur eine Personalie für ein erfolgreiches Abschneiden in Frankreich zentral: Robert Lewandowski. "Könnt Ihr Euch die polnische Auswahl ohne Robert Lewandowski vorstellen?", fragte die "Gazeta Wyborcza". Zum Glück sei das nicht nötig. "Der Bayern-Stürmer ist der Kapitän und das Symbol der Mannschaft von Adam Nawalka."

Symbolträchtig war auch der Besuch von Präsident Andrzej Duda, der nur Stunden vor der Bekanntgabe in Arlamow seine Aufwartung machte. "Ich bin stolz auf sie", lobte Duda. Prognosen zum Abschneiden bei der EM wollte er nicht geben. "Ich habe gesagt, dass ich beim Finale sein will", sagte der Präsident aber - und schürte damit Optimismus. Lewandowski & Co. wollen einen Schritt nach dem anderen machen. Erstmal soll der Premierensieg bei einer EM gelingen und dann mindestens der Einzug ins Achtelfinale.

Mit Bundesligatorschützenkönig Lewandowski vom FC Bayern und Borussia Dortmunds Łukasz Piszczek sind in Nawalkas Elf zwei ganz erfahrene Deutschlandlegionäre gesetzt. Piszczek bildet auf der rechten Seite sogar ein Tandem mit dem von Dortmund an den AC Florenz ausgeliehenen Jakub Błaszczykowski. Mit dem früheren Kölner Sławomir Peszko (Lechia Gdańsk) setzt Nawalka in seinem Frankreich-Aufgebot noch auf einen weiteren Spieler mit langer Bundesligaerfahrung.

Ihren letzten EM-Test bestreiten die Polen am 6. Juni in Krakau gegen Litauen. Am Tag danach reist die Mannschaft ins EM-Stammquartier nach La Baule. Die Polen treffen dann bei der Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli in Gruppe C am 12. Juni (18.00 Uhr) in Nizza zunächst auf Nordirland, ehe Deutschland und die Ukraine warten.

Das Aufgebot:

Tor: Artur Boruc (AFC Bournemouth), Łukasz Fabiański (Swansea City), Wojciech Szczęsny (AS Rom)

Abwehr: Thiago Cionek (US Palermo), Kamil Glik (FC Turin), Artur Jędrzejczyk (Legia Warschau), Michał Pazdan (Legia Warschau), Łukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Bartosz Salamon (Cagliari Calcio), Jakub Wawrzyniak (Lechia Gdańsk)

Mittelfeld: Jakub Błaszczykowski (AC Florenz), Kamil Grosicki (Stade Rennes), Tomasz Jodłowiec (Legia Warschau), Bartosz Kapustka (Cracovia Krakau), Grzegorz Krychowiak (FC Sevilla), Karol Linetty (Lech Posen), Krzysztof Mączyński (Wisła Krakau), Sławomir Peszko (Lechia Gdańsk), Filip Starzyński (Zagłębie Lubin), Piotr Zieliński (FC Empoli)

Angriff: Robert Lewandowski (Bayern München), Arkadiusz Milik (Ajax Amsterdam), Mariusz Stępiński (Ruch Chorzów)

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