"Das bringt uns eine Aufbruchsstimmung"

Kickers Offenbach zieht Insolvenzantrag zurück

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Ein Foto aus dem DFB-Pokal: Offenbachs Matthew Taylor (l) scheitert an Hannovers Torwart Samuel Sahin-Radlinger.

Offenbach - Traditionsverein Kickers Offenbach hat seinen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wieder zurückgezogen.

Das gab der Fußball-Regionalligist am Samstag bekannt. „Ich bin sehr froh, dass wir dies erreichen konnten. Das bringt uns eine Aufbruchstimmung“, sagte Präsident Helmut Spahn bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz im Stadion am Bieberer Berg.

Der DFB-Pokalsieger von 1970 hatte im Mai erneut Verbindlichkeiten von rund 900 000 Euro einräumen müssen. Am Samstag sprach Schatzmeister Markus Weidner sogar „etwa einer Millionen Euro“. 600 000 davon könne der Verein nun unter anderem dank einer Fan-Aktion und „weiterer Unterstützer aus dem engen Umfeld“ sofort begleichen. „Weitere Zahlungen erfolgen in Stückelungen. Man kann sagen, wir haben es geschafft“, sagte Weidner.

Die Anfang August vom Präsidium und dem sogenannte starken vorläufigen Insolvenzverwalter vorgestellten Rettungsmaßnahmen mussten zuletzt noch von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden. „Wir sind einen seriösen Weg gegangen. Nun haben wir eine Prognose, dass wir die nächsten zwei Jahre unseren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und den Spielbetrieb sicherstellen können“, sagte auch Geschäftsführer Remo Kutz.

Aufgrund ihrer finanziellen Probleme mussten die Kickers die neue Saison in der Regionalliga Südwest mit einem Abzug von neun Punkten beginnen. Nach der Rücknahme des Insolvenzantrags kündigte Spahn am Samstag an, jetzt „mögliche rechtliche Schritte gegen den Punktabzug noch im Detail zu prüfen“. Nach der 1:2-Niederlage bei Aufsteiger Teutonia Watzenborn-Steinberg ist der frühere Bundesligist mit aktuell minus vier Punkten weiter Tabellenletzter.

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dpa

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