Informationen und Kuriositäten

Wie die Kleinen kicken: Die Titelkämpfe bei den Fußball-Zwergen

Spiel in der Schweiz: Vaduz-Verteidiger Simone Grippo (links) im Kopfballduell mit Nelson Ferreira vom FC Thun. Foto: dpa

Das Fußball-Geschehen in Spanien, England oder Italien verfolgen viele Fans. Doch auch in den kleinen Ländern Europas wie Liechtenstein, Gibraltar oder Andorra rollt der Ball.

Wir haben Informationen und Kuriositäten zusammengestellt:

LIECHTENSTEIN

Sieben Vereine gibt es in Liechtenstein – aber keine eigene Liga. Die Klubs spielen in der Schweiz. Nur einer darf im Profi-Bereich mitmischen. Das ist seit 2008 der FC Vaduz, aktuell in der höchsten Spielklasse. Im Fürstentum selbst gibt es nur einen Pokalwettbewerb, den Vaduz seit 1995 nur zweimal nicht gewonnen hat (insgesamt 44 Siege). Bei dieser Bilanz wird sogar der FC Bayern neidisch. Auch ein Pendant zu Dortmund gibt es: Der FC Ruggell verlor jedes seiner sechs Finalspiele.

MALTA

Schon im Jahr 1900 gegründet, ist der maltesische Verband einer der ältesten Europas, wohl aber einer der unbekanntesten. Die Meisterschaft in der abgelaufenen Saison hat sich der Hauptstadt-Verein Valletta gesichert – und damit übrigens auch die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Denn dazu berechtigt Platz eins in allen ersten Ligen Europas mindestens.

ANDORRA

Die Primera Divisio wurde 1995 gegründet. Acht Mannschaften sind dabei. Kurios mutet der Spielmodus an: In der ersten Runde spielen alle Team zweimal gegeneinander. Dann werden die vier Vereine aus der oberen Tabellenhälfte und die vier aus der unteren in zwei Gruppen geteilt. Dort geht es in Hin- und Rückspiel um Meisterschaft beziehungsweise Klassenerhalt. Den Titel hat sich dieses Jahr Santa Coloma geschnappt.

GIBRALTAR

Wer alle Spiele der ersten Liga zum Nulltarif in einem Stadion vor der Haustür sehen will, sollte nach Gibraltar ziehen. Dort werden alle Begegnungen im Victoria Stadium ausgetragen. Zehn Mannschaften können die Fans anfeuern, ohne Eintritt zahlen zu müssen. Das Manko: Spannung ist nur bedingt gegeben. Der Lincoln Red Imps FC ist seit 2003 ununterbrochen Meister.

FARÖER INSELN

Die zehn Mannschaften in der nach dem Hauptsponsor benannten ersten Liga „Effodeildin“ spielen dreimal pro Saison gegeneinander. Doppeltes Heimrecht verdient man sich in diesem Modus mit einem der ersten fünf Plätze in der Vorsaison. Eine Besonderheit im Vergleich zu den Top-Ligen: 85 Prozent der Spieler sind Einheimische.

SAN MARINO

In der obersten Spielklasse treten 15 Amateurvereine in einem komplizierten Gemisch aus Liga und Playoffs in zwei Gruppen und drei Runden gegeneinander an. Der Playoff-Sieger ist am Ende san-marinesischer Meister. Als einziger Profi-Verein spielt der Klub San Marino Calcio in der dritten italienischen Liga.

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