Messi will nicht mehr für Argentinien spielen: "Bockiges Kind"

Kassel. Fußball-Star Lionel Messi will nicht mehr für die argentinische Nationalmannschaft spielen. Lesen Sie dazu einen Kommentar von Robin Lipke

Alle Eltern kennen die Situation: Der Sohn, der seinen Willen nicht bekommt, sich trotzig abwendet und einen auf beleidigte Leberwurst macht. Lionel Messi vermittelt mit seinem Rücktritt aus der argentinischen Nationalmannschaft einen ähnlichen Eindruck: Der begnadete Fußballer wirkt wie ein bockiges Kind.

Wenn der 29-Jährige seinen Zenit überschritten hätte und seinen Platz für jüngere Spieler freimachen wollte, dann wäre die Entscheidung ja noch nachvollziehbar. Aber dem ist nicht so. Sein Abgang hat etwas von einer Flucht, von einem feigen Rückzug - und ist insofern nichts weiter als ein Zeichen von purem Egoismus.

Mit seinem Verein, dem FC Barcelona, hat Messi alles gewonnen. Dass ihm mit der Nationalmannschaft jeglicher Erfolg verwehrt blieb, ist nicht allein seine Schuld. Von daher muss er dafür nicht die Verantwortung übernehmen und abtreten. Doch wenn Messi keine Titel gewinnt, dann will Messi auch nicht weiterspielen. So einfach ist das.

Dabei hätte er bei der Weltmeisterschaft in zwei Jahren noch eine Möglichkeit auf einen großen Titel haben können. Nun aber endet seine Laufbahn in der Nationalmannschaft als eine Karriere des Scheiterns. Große Sportler demonstrieren Größe in Niederlagen. In dieser Hinsicht zeigt sich der mehrfache Weltfußballer ganz klein. Er wird für immer ein Unvollendeter bleiben.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.