Bundesliga

Leipzig verpasst nächste Überraschung: 1:1 gegen Gladbach

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Gladbachs Nico Elvedi (l) versucht Yussuf Poulsen vom RB Leipzig vom Ball zu trennen. Foto: Jan Woitas

Leipzig (dpa) - RB Leipzig hat den nächsten Überraschungscoup nur ganz knapp verpasst. Gegen Borussia Mönchengladbach musste sich der Aufsteiger mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben, obwohl er lange Zeit geführt hatte.

Vor 42 558 Zuschauern in der Red Bull Arena hatte Timo Werner Leipzig bereits in der sechsten Minute in Führung gebracht. Fabian Johnson gelang in der 84. Minute aber noch der verdiente Ausgleich für die Gladbacher. Dennoch bleibt RB Leipzig der einzige Verein in der Bundesliga-Historie ohne Niederlage - nach allerdings auch erst vier Begegnungen.

"Wir waren nah dran am Sieg, auch zeitlich", sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. Einen Vorwurf wolle der RB-Coach seinem Team aber nicht machen. "Mit dem 1:1 gegen einen Champions-League-Teilnehmer können wir gut leben."

Das sah auch Stefan Ilsanker so. "Wir haben lange geführt, der Champions-League-Vertreter hatte lange Zeit keine Lösungen gegen uns", sagte der Österreicher. "Am Ende haben sie es mit langen Bällen versucht und Gladbach hat so viel Qualität, dass sie dann immer ein Tor machen können." Die Gäste waren mit dem Punkt zufrieden. "Das frühe Gegentor hat uns nicht in die Karten gespielt", meinte André Hahn. "Aber wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können."

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte bereits vor dem ersten Pflichtspiel beider Teams überhaupt gegeneinander gewarnt: "Leipzig ist ein Aufsteiger, der sofort oben angreifen kann. RB hat das Potenzial, wie Phoenix aus der Asche zu kommen." Den 19-minütigen Schweige-Protest seiner rund 5000 mitgereisten Fans gegen die fortschreitende Kommerzialisierung nannte er "legitim".

Sein Chefcoach André Schubert, am Mittwoch genau ein Jahr im Amt, musste kurzfristig auf Raffael verzichten. Der Brasilianer, der vor seinem 100. Bundesliga-Spiel stand, zog sich eine Zerrung im rechten Adduktorenbereich zu. Auch sonst stellte Schubert im Vergleich zum 4:1 gegen Werder Bremen um. Andreas Christensen rückte zurück in die Abwehr, wo die Gäste zunächst mit einer Viererkette agierten. Außerdem kehrten Tobias Strobl, Oscar Wendt und André Hahn zurück ins Team. Allerdings musste auch Strobl in der 22. Minute verletzt raus. Für ihn kam Nico Elvedi. RB-Coach Hasenhüttl nahm nach dem 4:0 in Hamburg nur zwei Änderungen vor: Werner und Dominik Kaiser spielten für Emil Forsberg und Naby Keita. Der beste Liga-Debütant seit 25 Jahren begann furios: Nach dem ersten richtigen Angriff zog Werner aus Nahdistanz nach einer Flanke von Yussuf Poulsen ab. Zuvor hatten sich die beiden Gladbacher Innenverteidiger Jannik Vestergaard und Christensen ein grobes Missverständnis geleistet. Es war das erste Leipziger Saisontor in der ersten Hälfte, zuvor waren alle sieben Treffer in Halbzeit zwei erzielt worden. Für Werner war es bereits Saisontor Nummer drei.

Gladbach erholte sich erst nach einer guten halben Stunde vom Anfangsschock. Die erste Großchance vergab Fabian Johnson (28.) freistehend, als er den Ball an die Lattenoberkante hämmerte. Eberl, der am Mittwoch seinen 43. Geburtstag feierte, verfolgte den Auftritt seiner Borussen mit finsterer Miene. Auf der Gegenseite schoss Marcel Hallstenberg (40.) einen Volleyschuss per Aufsetzer über das Gäste-Gehäuse.

Nach der Pause kam Gladbach mit etwas mehr Schwung aus der Kabine, aber die Sachsen waren immer einen Tick schneller, aggressiver gegen den Ball und drangvoller nach vorn. Doch in der Schlussphase drängten die Gäste auf den Ausgleich und wurden durch Johnson belohnt. Im Gegenzug hätten die Gastgeber aber fast doch noch den Sieg perfekt gemacht. Oliver Burke scheiterte aber am Starken Yann Sommer.

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