Drei Huskies- und ein KSV-Fan

Vor Ort in Lille: So erlebten vier Kasseler das Deutschland-Spiel

Zeuge der deutschen Gala in Lille: Steffen König (vorn links), Mario Schmidt (vorn), Andre Bunse (hinten) und Arno Wiegand vor dem Stadion.

Einmal Frankreich und retour. Knapp 1100 Kilometer an einem Tag – und das alles nur wegen eines Fußballspiels. Das klingt für manche verrückt, nehmen in diesen Tagen Fans aber gern mal auf sich, um das Abenteuer Europameisterschaft live zu erleben.

So wie Steffen König, Mario Schmidt, Arno Wiegand und Andre Bunse  aus Kassel. Sportlich trennt das Quartett eigentlich Welten: die drei Erstgenannten sind Eishockey-Fans der Kassel Huskies, der Vierte Anhänger des Regionalligisten KSV Hessen. Aber die Liebe zur Nationalmannschaft verbindet eben.

Und die lange Reisezeit, sie ist schnell vergessen. Schließlich werden die Vier Zeuge der deutschen Gala gegen die Slowakei. Da bedarf es nicht vieler Worte, um richtig ins Schwärmen zu geraten. „Die Deutschen liefern ihr bisher stärkstes Turnierspiel ab. Unsere Fans sind klar in der Überzahl und haben stimmungsmäßig alles im Griff“, schwärmt König. Auch das Quartett aus Nordhessen stimmt zehn Minuten vor dem Ende mit ein in die Sprechchöre „Oh, wie ist das schön“. Ist es ja auch.

Am Donnerstag erst hatten sie die Karten bekommen. „Der Vorteil des Spielorts ist ja, dass er einer der nördlichsten der EM ist“, erklärt König. Und so ging’s am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr auf nach Lille. Ankunft am Stadion knappe fünf Stunden später. „Wir hatten einen Parkplatz reserviert, von daher war es für uns dann ganz entspannt.“ Alles ist ruhig rund ums Stadion, auch ein paar Stunden vor dem Anpfiff. „Die Stimmung ist sehr friedlich. Es sind polnische Fans da und sogar niederländische. Was die wohl hier wollen?“, sagt er und lacht. Von denen allerdings ist später im Stadion nichts mehr zu sehen.

Bliebe also nur noch die Frage nach den Tipps: 1:0 sagt Arno Wiegand, Andre Bunse 2:1, Mario Schmidt 3:1, Steffen König 2:0. Dass am Ende keiner richtig liegt – völlig egal. Denn jetzt lautet die Devise „Auf ins Viertelfinale.“ Und das hilft auch über die eishockeyfreie Sommerzeit und die Testspiel-Niederlage der Löwen hinweg.

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