Atletico Madrid, Borussia Dortmund und FK Rostow

Mit diesem System hat der FC Bayern Probleme

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Wenn der Gegner mit Doppelspitze aufläuft, dann bekommt die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti oft Probleme. 

München - Obwohl die Saison gerade einmal drei Monate alt ist, hat der FC Bayern schon drei Mal verloren. Vergleicht man die Bayern-Besieger, so wird eines deutlich: Es liegt am System. 

Die aktuelle Fußball-Saison ist noch jung, in der Bundesliga sind elf von 34 Spieltagen absolviert, im DFB-Pokal die ersten beiden Runden, in der Champions League die ersten fünf Spieltage der Gruppenphase. Schon jetzt hat der FC Bayern den Platz - trotz namhafter Verpflichtungen im Sommer - dreimal als Verlierer verlassen: Ende September im Champions-League-Gruppenspiel gegen den Vorjahres-Finalisten Atletico Madrid, am vergangenen Wochenende im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund und jüngst gegen den russischen Königsklassen-Debütanten FK Rostow. 

Eines ist dabei besonders auffällig. Alle drei Bayern-Besieger traten in einem ähnlichen Spielsystem an: Dortmund und Rostow in einem 5-3-2, Atletico im gewohnten 4-2-2-2-System. Die ohnehin für ihre starke Defensivarbeit bekannten Rojiblancos konnten es sich zwar offensichtlich leisten, einen Abwehrspieler zugunsten eines weiteren Mittelfeldakteurs zu opfern. Was aber alle drei gemeinsam haben, ist die Doppelspitze. 

Warum das Team von Trainer Carlo Ancelotti gerade gegen Teams mit zwei Spitzen Probleme hat, darüber lässt sich nur spekulieren. Möglicherweise, weil sich die beiden Außenverteidiger bei eigenem Ballbesitz sehr stark in die Offensive mit einschalten. Bei einem Ballverlust und schnellem Umschalten des Gegners müssen die beiden Innenverteidiger dann in direkte Duelle mit den beiden Spitzen gehen. Das ist gerade in der Rückwärtsbewegung sehr schwer zu verteidigen. 

Die Bayern tun sich also gerade dann mit dem Verteidigen schwer, wenn der Gegner sein Umschalt-Spiel forciert. Sowohl der Gegentreffer beim 0:1 gegen Atletico als auch zwei der drei Gegentore beim FK Rostow fielen nach schnellen Angriffen des Gegners. Jerôme Boateng sah sich bei beiden Toren Eins-gegen-eins-Situationen ausgesetzt, die er jeweils verlor. 

hb

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