Nach EM-Aus

Warum bei den Deutschen trotz der Niederlage das große Ganze stimmt

Mit der Krönung durch den EM-Titel wurde es nichts. Der Weg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stimmt trotzdem - findet unser Sportredakteur Florian Hagemann.

Der Traum vom Titel bei der Fußball-EM ist ausgeträumt - 0:2 gegen Gastgeber Frankreich. Am Ende sorgten ein unglückliches Handspiel im Strafraum und eine verunglückte Abwehraktion für diese Niederlage - mehr nicht. Es lag also nicht an einem falschen Konzept, es lag auch nicht am Fehlen diverser Spieler. Es lag schlicht an zwei Aussetzern, die auf diesem Niveau einfach bestraft werden.

Das Aus ist daher bitter, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass das große Ganze stimmt: Diese Mannschaft kommt über die Geschlossenheit, sie hat viel Geist und die Fähigkeit, enorme Dominanz auszuüben - selbst wenn, wie gegen Frankreich, Schlüsselspieler ausfallen. Zudem rücken immer wieder Talente nach, die sich ohne Weiteres integrieren lassen, wie das Beispiel Joshua Kimmich zeigt.

Einen großen Umbruch hat sie nicht nötig, auch wenn Bastian Schweinsteiger womöglich vor dem Abschied steht. Deshalb wäre es falsch, am Weg dieses Teams zu zweifeln, auch wenn es natürlich an gewissen Details arbeiten muss - allen voran an der Konsequenz im Angriff. Fehlt sie, mangelt es an der Treffsicherheit eines Thomas Müller, dann geht eben mal ein Spiel gegen einen starken Gegner verloren. Das ist schade, aber nicht ungewöhnlich im Konzert der Großen.

Was bleibt, sind tolle Momente wie das Elfmeterschießen gegen Italien, aber natürlich auch die Enttäuschung, dass sich diese Elf nicht belohnen kann mit dem Titel und der Krönung der Krönung: der Europameisterschaft nach dem WM-Erfolg.

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Rubriklistenbild: © dpa

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