Vorwurf der Terrorpropaganda

Naki will mögliche Strafe in der Türkei antreten

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Deniz Naki droht wegen seiner kritischen Haltung zur türkischen Kurdenpolitik Ärger mit der Justiz. Foto: Oliver Krato

Istanbul (dpa) - Fußballprofi Deniz Naki will nach Angaben von Linken-Politiker Jan van Aken seine Strafe in der Türkei antreten, falls er dort wegen Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verurteilt wird.

Das sagte van Aken im Deutschlandfunk, nachdem er den früheren deutschen Spieler des FC St. Pauli mit kurdischen Wurzeln in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir getroffen hatte.

"Er möchte nicht nach Deutschland fliehen, wo ja noch seine Familie wohnt", sagte van Aken. "Er sagt, wenn er jetzt geht, dann lässt er die Menschen alleine." Naki sei guten Mutes und könne sich nicht vorstellen, dass er wirklich verurteilt werde. Van Aken betonte aber, selbst Nakis Anwalt halte eine Verurteilung keinesfalls für ausgeschlossen: "Es ist völlig offen, wie die Gerichte im Moment entscheiden."

Dem deutschen Fußballer mit kurdischen Wurzeln drohen bis zu fünf Jahre Haft. Er steht seit Dienstag in Diyarbakir vor Gericht. Hintergrund ist nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA unter anderem ein Facebook-Post, den Naki im Januar verfasst hatte. Darin widmete er einen sensationellen Sieg seines Vereins Amed SK gegen den Erstligisten Bursaspor den Opfern der türkischen Militäroperation in den Kurdengebieten.

Van Aken sagte, Naki stehe auch heute völlig zu dem, was er geschrieben habe. Seine Ziele seien Frieden und Freiheit - dagegen könne doch eigentlich kein Mensch etwas haben.

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