3:2 in Leverkusen

Neuling Leipzig übernimmt die Spitze - Hasenhüttl "stolz"

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Die Leipziger feiern ausgelassen nach dem Sieg in Leverkusen. Foto: Marius Becker

Mit einer tollen Aufholjagd ist Aufsteiger RB Leipzig erstmals an die Bundesliga-Tabellenspitze gestürmt. Den Sachsen gelang zum Auftakt des elften Spieltages ein 3:2 bei Champions-League-Starter Bayer Leverkusen.

Leverkusen - Der kesse Neuling RB Leipzig wird in der Fußball-Bundesliga immer mehr zu einer Mannschaft der Superlative. Mit dem 3:2 (1:2) bei Champions-League-Starter Bayer Leverkusen übernahmen die Sachsen zumindest für einen Tag erstmals die Spitzenposition.

27 Punkte - eine tolle Bilanz. Und nun ist Leipzig auch Rekordhalter: Noch nie war ein Aufsteiger nach elf Spieltagen ungeschlagen.

DIE KONSEQUENZEN DER BEGEGNUNG: Mit 27 Zählern zumindest bis Samstagabend an der Spitze - das ist eine Leistung, die der Konkurrenz höchsten Respekt abnötigt. Bayer-Trainer Roger Schmidt billigt den Leipzigern mittlerweile zu, dass sie ein Kandidat für einen Platz in einem Europapokalwettbewerb sind. Leverkusen hat weiter 16 Zähler - nicht gut genug für die Eigenansprüche der Werkself.

REKORD: Nie zuvor in der Erstliga-Historie ist ein Neuling elf Spieltage lang ungeschlagen geblieben. 1993 beendete Borussia Mönchengladbach die Rekordserie des damaligen Aufsteigers MSV Duisburg nach zehn Spielen seit Saisonbeginn ohne Niederlage.

DER SPIELVERLAUF: Emil Forsberg (67. Minute), der von einem Patzer von Nationaltorhüter Bernd Leno profitierte, und Willi Orban (81.) drehten mit ihren Toren vor 27 752 Zuschauern für Leipzig die Begegnung. Bayer war dank Julian Brandt zweimal in Führung gegangen. Zunächst bereitete der Jungstar das Führungstor von Kevin Kampl nach 59 Sekunden vor und erzielte das zweite Tor (45.+2) selbst. Und Brandt holte auch noch einen Foulelfmeter heraus, den Hakan Calhanoglu aber vergab (54.). Die Leipziger waren durch ein Eigentor des Österreichers Julian Baumgartlinger in der 4. Minute zum 1:1 gekommen.

WIE REAGIERTEN DIE TRAINER? RB-Coach Ralph Hasenhüttl versuchte, den Pausenrückstand "schnell wegzuschieben". Er habe das 1:2 "nicht lange brodeln lassen", wollte "gleich raus" aus dem Gedanken an das zweite Gegentor. Eines monierte er: "Mir war die erste Halbzeit einfach nicht mutig genug.". Am Schluss indes blieb ihm eine Feststellung: "Die Jungs wollten dieses Spiel gewinnen. Von mir gibt's dafür nur ein Riesenkompliment, ich bin stolz." Schmidt erkannte zu viele Fehler: Eigentor durch Baumgartlinger, der von Calhanoglu vergebene Elfmeter und der Treffer zum 2:2, bei dem Leno ein extremer Fauxpas unterlief. Einen solchen Treffer habe Leno wahrscheinlich in seinem ganzen Leben noch nicht reingekriegt und werde ihn auch nicht mehr reinkriegen, meinte Schmidt. Und für das Fehlerpaket sei Bayer "bestraft worden".

ZITAT I: "Es war einfach geil", sagte Hasenhüttl zum 3:2.

ZITAT II: "Wir werden ja in der elften Runde nicht Meister" - so beantwortete RB-Profi Marcel Sabitzer Fragen, welche Bedeutung denn die Tabellenposition für seine Mannschaft habe.

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