Mühsames 3:1 in Luxemburg

Robben kritisiert Oranje: "Vielfach ein Qualitätsproblem"

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Arjen Robben (r.) schoss die Niederlande in Führung und wurde zur Halbeit angeschlagen ausgewechselt. Foto: Jerry Lampen

Da wird sich auch der FC Bayern gefreut haben. Der in der WM-Qualifikation gegen Luxemburg vorzeitig ausgewechselte Arjen Robben gibt Entwarnung in eigener Sache. Mit Oranje geht er aber hart ins Gericht. Die Schweiz ist auf historischer Mission.

Luxemburg (dpa) - Nach der abgewendeten Blamage gegen Fußball-Leichtgewicht Luxemburg gab Arjen Robben Entwarnung in eigener Sache. Das Urteil des Kapitäns über Oranje fiel dennoch schonungslos aus.

"Zurzeit spielen wir mit der niederländischen Mannschaft nicht auf dem Niveau, das wir gewohnt sind. Das ist keine Frage von 'nicht wollen', sondern es geht vielfach um ein Qualitätsproblem", kritisierte Robben nach dem mühsamen 3:1 (1:1). "Man sieht, dass wir Probleme haben, wenn die Initiative bei uns liegt." Das müsse "besser sein, das muss echt besser sein".

Rund ein Jahr hatte der Offensivspieler des FC Bayern wegen diverser Verletzungen in der Nationalmannschaft pausieren müssen, nun meldete sich Robben mit dem Führungstor zurück. Zur Halbzeit musste der 89-malige Nationalspieler wegen Oberschenkelproblemen aber in der Kabine bleiben. Memphis Depay sorgte bei einem Gegentor von Maxime Chanot mit einem Doppelpack für den Endstand.

"Bei einem Konter von Luxemburg musste ich zurück, da verkrampfte es an der Rückseite meines Oberschenkels", berichtete Robben. "In der Pause haben wir das angeschaut. Es sah nicht schlecht aus, und natürlich wollte ich weiterspielen, aber der Doktor sagte, dass wir kein Risiko eingehen sollten." Entwarnung gab schließlich auch der FC Bayern. Bei Robben wurde während einer eingehenden Untersuchung am Montag in der medizinischen Abteilung des Vereins "keine gravierende Verletzung" festgestellt.

Kummer hatten die zahlreichen Abstellungen den Münchnern in der Vergangenheit durchaus bereitet. Erst in der vergangenen Woche verletzte sich Offensivmann Kingsley Coman im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft. Nach einem Außenbandriss im Kniegelenk und einem Kapselriss im Sprunggelenk des linken Beins ist sein Fußballjahr 2016 vorzeitig beendet.

Vor dem Bundesligagipfel gegen Borussia Dortmund sorgt sich der FC Bayern zudem um seinen chilenischen Antreiber Arturo Vidal. Der Mittelfeldspieler war am Donnerstag beim 0:0 gegen Kolumbien in der Nachspielzeit mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt worden, will aber gegen Uruguay am Dienstag wieder auflaufen. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge forderte Chiles Verband schon mal auf, auf Vidals Gesundheit Rücksicht zu nehmen.

Auf eine historische Mission haben sich die Schweizer begeben. Dank des 2:0 (1:0) mit sechs Bundesligaprofis in der Startelf gegen die Färöer Inseln egalisierten die Eidgenossen ihren 45 Jahre alten Startrekord in eine WM- oder EM-Qualifikation. Mit ihrem vierten Sieg nacheinander sind sie in der WM-Qualifikation nun schon seit 22 Partien ungeschlagen. "Wir müssen noch mehr Druck erzeugen, noch mehr Gas geben", forderte Nationaltrainer Vladimir Petkovic.

Das aktuelle Tempo der Schweizer reicht immerhin, um in Gruppe B Cristiano Ronaldos Portugiesen und Bernd Storcks Ungarn auf die weiteren Plätze zu verweisen.

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Oranje-Spielbericht, niederländisch

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